Mittwoch, 19. März 2008
Verzehrsstudie wird abgewürgt
Geschrieben von Korinna
um
08:44 Uhr
in Ernaehrung
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Noch vor kurzem war sie heißdiskutiertes Topthema, jetzt ist klar, dass viele der Ergebnisse nicht richtig ausgewertet werden können: Die Nationale Verzehrsstudie II (NVS II). Das Projekt wird Ende April eingestellt werden, obwohl viele Daten nicht einmal bearbeitet, geschweige denn ausgewertet sind. Einer der Forscher geht sogar soweit zu sagen: "Seehofer interessiert sich nicht für die wirklich interessanten und brauchbaren Ergebnisse". Laut Expertenmeinungen sind die bisherigen Ergebnisse sehr oberflächlich. "Es wäre sehr unglücklich und eine Verschwendung von Ressourcen, wenn jetzt die wirklich interessanten Daten nicht ausgewertet werden", so Christine Brombach, Leiterin der NVS II bis Ende 2006 gegenüber der TAZ. Da fragt man sich doch: Wozu haben seit 2005 haben 20 000 Männer und Frauen seitenlange Fragebögen ausgefüllt? Wozu wurden 30 000 Telefoninterviews zum Verzehr der letzten 24 Stunden geführt? Wozu hat der Bund 5 Millionen Euro investiert? Man hätte wahrscheinlich preiswerter und einfacher erfahren können, dass Ernährungsgewohnheiten eng mit dem soziokulturellen Hintergrund verknüpft sind und, dass viele von uns zu dick sind?! Die Auswertung der "Hingergrunddetails" ist doch viel spannender! Können die zwei Personen, die nach der Personalkürzung die Ergebnisse der Studie aufarbeiten sowie das Monitoring, eine Folgebefragung von 2000 Personen, durchführen sollen das in einem angemessenen Zeitrahmen wirklich leisten? Die Verzehrsstudie sollte doch als Grundlage einer neuen Ernährungspolitik dienen?! Fragen über Fragen...



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