Dienstag, 12. August 2008
Neuseeland erforscht Gentechnik-Möglichkeiten in der Viehzucht
Geschrieben von Korinna
um
12:25 Uhr
in Ernaehrung, Technik
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In der öffentlichen Debatte um die "Pros" und die "Contras" der Gentechnologie ist es immer schwieriger geworden, noch den Überblick zu behalten und sich an Hand von sachlichen Informationen eine eigene Meinung bilden zu können. Sowohl Befürworter als auch Gegner des neuen Forschungsfeldes haben stichhaltige Argumente für ihre Position. In Neuseeland sollen, wie das dlz-agrarmagazin berichtet, nun die Vorteile, die Gentechnik bietet, an Kühen, Schweinen, Schafen, Ziegen, Pferden und anderen Säugetierarten weiter erforscht werden. Die Forschungsagentur AgResearch hat dazu unbefristete Genehmigungen beantragt. Ziel der Forschung ist es, Nutztiere zu züchten, die pharmazeutisch wirksame Eiweiße produzieren, neue Diagnoseverfahren für menschliche Krankheiten zu entwickeln und - last but not least - die Nutztiere "umweltfreundlicher" zu züchten. Der Ausstoß des Klimagases Methan von Rindern und Schafen soll dazu reduziert werden.
(Auch interessant in diesem Kontext: In Australien rät ein Forscher, da dort mehr als 10 % der Treibhausgase von Rindern und Schafen ausgestoßen werden, auf Fleisch der "klimafreundlicheren" Kängurus umzusteigen
.)
Natürlich - und das könnten die Gentechnik-Gegner dem Institut vorwerfen - steckt hinter der Forschung auch der Gedanke, durch Produkte mit höherer Wertschöpfung, gegenüber den kostengünstiger produzierenden Landwirten aus Südamerika, langfristig auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben.
Andererseits - und das könnte ein Argument der Befürworter sein - profitieren wir auch auf dem europäischen Markt bereits von einem Medikament, dass aus der Milch von gentechnisch veränderten Ziegen gewonnen wurde.
Worüber man - egal auf welcher Seite man steht - nachdenken könnte, ist folgender Gedanke: Jede Technik kann nur so gut oder schlecht sein, wie der Mensch mit ihr umgeht.
Weinprobe mal anders
Geschrieben von Korinna
um
11:49 Uhr
in Lebensmittelgeschichten, Technik
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Für viele gehört ein guter Wein einfach zu einem guten Essen dazu. Durch die schlechte Presse der letzten Zeit (wir berichteten) kann einem aber schon mal der Geschmack an dem vermeintlich guten Tropfen vergehen. Mehr Sicherheit soll ein neu entwickelter Sensor bringen, der - einmal angelernt - wie die menschliche Zunge den Geschmack von Weinen erkennen kann, Jahrgänge und Rebsorten zuordnen kann und langfristig auch gezuckerte Weine von ungezuckerten differenzieren kann. Dadurch kann man sich langwierige Laboranalysen sparen und ganz fix möglichen Etikettenschwindel aufdecken. Noch ist das Gerät allerdings ein Prototyp, das später in der Qualitätssicherung eingesetzt werden soll. Als Ersatz für eine Weinprobe unter Freunden kommt es aber wohl nicht in Frage
.
Donnerstag, 5. Juni 2008
Zusatzstoffmuseum eröffnet
Geschrieben von Korinna
um
14:45 Uhr
in Ernaehrung, Technik
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Dass der Erdbeergeschmack in Joghurts und Marmelade zum Teil aus Sägespänen gebastelt werden kann, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben
. Aber wussten Sie, dass Experten von rund 3000 Zusatzstoffen ausgehen, die in Lebensmitteln enthalten sind? Laut juristischer Definition sind es nur 300 - 400. Oder wussten Sie, dass in Bio-Produkten Zusatzstoffe erlaubt sind, FROSTA im Gegensatz dazu aber komplett darauf verzichtet? Im neu eröffneten Zusatzstoffmuseum in Hamburg werden diese und viele andere Fragen rund ums Thema Zusatzstoffe in Lebensmitteln beantwortet. Es wird aufgezeigt, wo Zusätze drin stecken können, die nicht deklariert werden müssen, wie man sie verschleiern kann und auch, wie man einfach drauf verzichtet. Das Ganze ist im Supermarktstil aufgebaut und mit Infotafeln versehen. Ausprobieren und rumexperimentieren kann man auch, gleich nebenan im Pestizidlabor des Hamburger Großmarktes. Für Kinder gibt es zusätzlich das Scolab, wo die Zusammensetzung von Lebensmitteln "erfahrbar" werden soll. Hauptstifter des Museums ist die Hamburger Lebensmittelstiftung der Familie Ahlers, Hauptanteilseigner von FROSTA und als wissenschaftlicher Berater fungieren Prof. Dr. Georg Schwedt und Udo Pollmer. Wer Lust bekommen hat, findet weitere Infos sowie Öffnungszeiten und Anfahrtsbeschreibung unter www.Zusatzstoffmuseum.de.
Donnerstag, 28. Februar 2008
Das Handy als Geldbeutelersatz
Geschrieben von Desiree
um
17:36 Uhr
in Technik
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Neben der Supermarktkasse ohne KassiererIn (wir berichteten) könnte es vielleicht künftig den Einkauf ohne Geldbeutel geben. Auf der EuroShop in Düsseldorf war das Handy als Geldbeutelersatz der Renner. Kaum ein Aussteller der IT-Hallen kam ohne Lösung für dieses Problem auf das Messegelände. Das kontaktlose Bezahlen via Nahfunk könnte schon bald Wirklichkeit werden. Technisch wären die Handys bereits 2009 soweit, man bräuchte lediglich noch europaweite Standards, auf die sich Netzbetreiber und Kreditwirtschaft einigen müssten. Daran knüpfen sich zusätzliche Möglichkeiten. Das Handy könnte einen so bequem durch die Filiale schleusen, einen mit Coupons versorgen und via Barcode mit Rezeptideen versorgen. Auch Infos über allergene Zusatzstoffe könnten hierrüber abgerufen werden.
Wir können gespannt sein, wie der Supermarkt der Zukunft aussieht, so ganz ohne KassiererInnen und dem Handy als Einkaufs- und Bezahlhilfe.
Mittwoch, 27. Februar 2008
Riesiger Saatgut-Kühlschrank auf Spitzbergen
Geschrieben von Desiree
um
14:37 Uhr
in Technik
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Im norwegischen Spitzbergen entsteht gerade die größte Saatgutsammlung der Welt. In dem gut 120 Meter langen Bunker, der in einen Sandsteinberg im Permafrost eigens dafür gebohrt wurde, sollen Pflanzensamen aus aller Welt eingelagert werden. Bei minus 18 Grad können so bis zu 4,5 Millionen Samenproben für mindestens tausend Jahre aufbewahrt werden. Sollte die künstliche Kühlung einmal ausfallen, so reicht die natürliche Kälte 800 km vom Polarkreis entfernt aus, um das Saatgut weiterhin zu konservieren.
Diese gigantische Arche Noah für Pflanzen soll uns dabei helfen, die Artenvielfalt der Pflanzenwelt zu erhalten. Der Bunker bietet nicht nur guten Schutz vor Naturkatastropen, auch der Bedrohung durch den Mensch hält stand und könnte sogar einen Atomkrieg unbeschadet überstehen. Ja selbst vor der Apokalypse sollen die Samen sicher sein. Nach einer Katastrophe könnten die eingelagerten Samen ohne Probleme eingesetzt werden, um wieder mit dem Anbau von Lebensmitteln beginnen zu können. Gut zu wissen, dass wir nach der Apokalypse nicht auf unsere gewohnten Pflanzen verzichten müssen ![]()
Montag, 25. Februar 2008
Supermarktkassen bald ohne Kassierer/in?
Geschrieben von Korinna
um
10:26 Uhr
in Handel, Technik
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Messe News: Diesmal von der EuroShop, der größten internationalen Leitmesse für Handelsinvestitionen, die zur Zeit in Düsseldorf stattfindet. Wie Umfragen gezeigt haben, sind Schlangen vor der Kasse für uns Kunden das Störendste beim Einkauf. Dieses Problem soll behoben werden, die Zauberwörter dafür heißen „Cash Payment-Systeme“, „Selfpayment“, „Cashhandling“ oder „Self-Checkout“. Alle sind Synonyme für Kassen ohne Kassierer/in, die den Kunden Zeit (und den Einzelhändlern natürlich Geld
) sparen sollen. Problematisch dabei ist (noch?) die "Trägheit" der Kunden: Während ein/e Kassierer/in zum Scannen eines Joghurtbechers 2,2 - 2,6 Sekunden benötigt, brauchen "wir" 8 Sekunden dafür. Nichts für Großeinkäufer also. Vielleicht wird es aber bald Kassen für jeden Einkaufstyp geben. Die "Einkaufswagen-Kasse", die "Einkaufskorb-Kasse" und die "Waren-auf-dem-Arm-Kasse". Besonders für letztere ist ein "Self-Checkout" interessant. Außerdem werden Einkaufswägen getestet, die die Produkte bereits beim hineinlegen registrieren und im Kassenbereich automatisch abrechnen. Auch interessant: Ein Gerät, das beim Wiegen der Waren Rezeptvorschläge zum Ausdrucken anbietet. Oder Terminals, bei denen die Waren manuell gescannt werden und die Bezahlung über eine Maut-Station erfolgt. Lassen wir uns überraschen, welche Neuerungen es in "unserem" Supermarkt bald gibt. Die Maut-Station habe ich schon gesehen
.
Donnerstag, 6. Dezember 2007
Zeit für Geschenke: Verbesserte Nährwerteingabe und neue Produktmaske
Geschrieben von Alexander
um
14:45 Uhr
in das-ist-drin.de, Technik
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Am heutigen Nikolaustag tritt die Technikabteilung von das-ist-drin.de wieder auf den Plan. Nach einer ganzen Weile, in der ausschließlich kleine Verbesserungen durchgeführt worden sind, haben wir heute ein großes Feature-Paket geschnürt:
Verbesserte Nährwertangabe
Beginnen wir zunächst mit der Produktansichtsseite, welche ein neues Flash-Element spendiert bekommen hat. Mit dessen Hilfe hat nun auch der Quick-Edit-Modus für die Nährwertangaben, Allergie- und Ernährungshinweise und die Siegel Einzug gehalten. Nun kann man also "mal schnell" mit dem Stift auch eine Nährwertangabe korrigieren. Ab sofort ist es auch möglich Qualitätssiegel, wie man sie heutzutage auf vielen Packungen findet, den jeweiligen Produkten zuzuordnen:

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Montag, 17. September 2007
Hände hoch! Mit Laserpistole gegen Gammelfleisch
Geschrieben von Vanessa
um
14:32 Uhr
in Handel, Technik
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Die Tage des sogenannten Gammelfleischs könnten gezählt sein. Das vom Bundesforschungsministerium geförderte deutsche Projekt FreshScan möchte mit einer Laserpistole den Frischezustand von Frischfleisch direkt überprüfen. Was sich nach Star Wars anhört, ist aber ein ganz harmlose Sache. Mittels eines lichtoptischen Verfahrens wird Fleisch mit Laserlicht einer ganz bestimmten Wellenlänge bestrahlt. Dann wird gemessen, wie das Licht an der Oberfläche des Fleisches reflektiert und gestreut wird. Et voilà, schon wissen wir, ob das Fleisch frisch ist. Weil sich Fleisch nach dem Schlachten verändert, kann man die Strukturveränderungen des Fleisches so ermitteln. Selbst bei tiefgefrorenen und in Folien verpackten Fleisch kann der Laser prüfen, ob das Fleisch frisch ist. Mittels dieser Technik könnten schon bald die Scannerkassen die Frische von Fleisch und anderen Lebensmitteln automatisch überprüfen und die Daten dann via Funkchips (RFID) dokumentieren und überwachen. Die Luft für Gammelfleisch wird also immer dünner...
Mittwoch, 12. September 2007
Einkaufen per Fingerabdruck - EC-Karte adé?
Geschrieben von Korinna
um
14:56 Uhr
in Handel, Technik
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Wer kennt das nicht: Die Schlange an der Supermarktkasse wird immer länger weil vorne jemand seine Geheimzahl vergessen hat, den letzten Euro mit Kleingeld zusammen sucht oder einfach nur sein Portemonnaie vergessen hat und jeder Artikel einzeln storniert werden muss. Wie die Welt berichtet, bleibt den Kunden von EDEKA - Südwest dies weitgehend erspart: Fast jeder vierte Kunde nutzt die Möglichkeit mit einem Fingerabdruck zu bezahlen. Man beachte: Nicht nur die jungen, technikversierten Kunden, sondern auch Kunden über 70 bezahlen per Finger. Den muss man nicht suchen und kann ihn auch nicht vergessen
. Und: Das Ganze ist sogar günstiger: Die EC-Kartengebühren entfallen, kostspielige Adressermittlung von Kunden ungedeckter Konten über die Bank kann man sich sparen, da der "Finger-Kunde" seine Daten bereits hinterlassen hat und das Risiko, das ein hoher Bargeldbestand in den Kassen mit sich bringt, fällt auch weg.
Perfekte Lösung also?
Datenschützer machen sich Sorgen um die Fälschungssicherheit. Und darum, dass die persönlichen Daten für Werbezwecke genutzt werden könnten.
Ich persönlich würde sofort per Fingerabdruck bezahlen. Den Finger kann man nicht im Laden vergessen und man hat ein paar wichtige Sekunden mehr Zeit, um die von den hyperschnellen Aldikassiererinnen gescannten Waren ohne Verluste in den Einkaufswagen zu befördern
.
Mittwoch, 5. September 2007
Nano-Technologie in der Ketchup-Flasche
Geschrieben von Korinna
um
14:51 Uhr
in Technik
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Wer kennt es nicht: Man schüttelt und schüttelt, stellt die Flasche auf den Kopf und trotzdem wird sie nicht richtig leer. Bisher konnte man den Rest auspülen oder dies der Recycling-Industrie überlassen. Forscher der Fraunhofer Institute in Freising und Stuttgart, der TU München sowie verschiedenen Firmen nahmen sich diesem Problem an und entwickeln zur Zeit eine Innenbeschichtung für Flaschen, die die Reste um 50% reduzieren soll. Dazu werden maximal 20 Nanometer dicke Schichten auf der Innenseite der Verpackung aufgebracht. »Die Schichten
erzeugen wir aus einem Plasma, wie man es von Neonröhren kennt«, erklärt Dr.
Michaela Müller, Wissenschaftlerin am IGB. »Dazu bringen wir die Kunststoffe
in ein Vakuum. In diese Vakuum-Kammer leiten wir Gase, die wir durch eine
elektrische Spannung zünden. Je nach Zusammensetzung dieses leuchtenden
Gasgemisches aus Elektronen, Ionen, Neutralteilchen und Photonen können wir
Schichten mit definierten Eigenschaften auf der Verpackungsoberfläche
abscheiden.« Erste Ergebnisse sollen Ende Oktober auf der K2007 in Düsseldorf demonstriert werden. Bis das ganze marktreif ist bleibe ich auf jeden Fall bei meiner Methode: Flasche ausspülen und rein in die Tomatensoße
.



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