Artikel mit Tag Greenpeace
Montag, 26. April 2010
Mit Genkartoffeln kein Fastfood und keine Chips!
Geschrieben von Melanie
um
11:09 Uhr
in Ernaehrung
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Im März hatte BASF angekündigt, noch in diesem Jahr den Anbau von zwei gentechnisch veränderten Kartoffelsorten (u.a. der Genkartoffel Fortuna) zur Verwendung für Lebensmittel zu beantragen. Daraufhin hat Greenpeace jetzt 10 Lebensmittelkonzerne gefragt, ob sie ein Produkt wie die Fortuna für die Produktion von Chips oder Pommes einsetzen würden. Die Antwort lautet zumindest bislang mehrheitlich nein.
Laut Greenpeace ist die Entscheidung klar nachvollziehbar, da davonauszugehen ist, dass die Kunden der Unternehmen eher kein Interesse an genmanipulierten Produkten haben, was den Unternehmen die Entscheidung ob sie "Genprodukte" einsetzen oder nicht, leicht machten sollte. Greenpeace hofft jetzt, dass die Aktionäre der BASF auf der nächsten Hauptversammlung am 29.04. dafür stimmen, dass nicht länger Millionen in die Entwicklung von Gen-Produkten fließen.
Dafür spricht laut Greenpeace auch, dass die Hälfte der befragten Firmen nicht will, "dass die EU-Kommission den Anbau von Gen-Kartoffeln für Lebensmittel zulässt. Sie wollen vermeiden, dass durch die Trennung von gentechnikfreier und genmanipulierter Ware bei der Produktion höhere Kosten entstehen, die sie bezahlen müssen. Zudem fürchten sie einen Imageschaden für Kartoffelprodukte und eine unnötige Verunsicherung von Verbrauchern."
Anfang März hatte die EU BASF grünes Licht für den Anbau der Genkartoffel "Amflora" erteilt. Amflora ist allerding nicht für den Verzehr bestimmt, sondern soll Stärke für die Papier-, Garn- und Klebstoffindustrie liefern. Umweltschützer befürchten, ähnlich wie beim Anbau von Genmais, Gefahren für die Natur.
Donnerstag, 18. Februar 2010
Neuer Gentechnik-Ratgeber "Milch für Kinder"
Geschrieben von Melanie
um
13:40 Uhr
in Ernaehrung, Produkte
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Greenpeace veröffentlichte heute eine Pressemitteilung zum Thema Gentechnik und Milch. Vor allem Milch für Kinder und wies dabei darauf hin, dass Hipp und Humana bei gentechnikfreier Babymilchnahrung führend sind.
Laut Greenpeace verarbeiten immer mehr Hersteller von Babymilchnahrung und Schulmilch Milch von Kühen, die kein Futter aus Gen-Pflanzen erhalten. Das ist das Ergebnis einer, heute im kostenlosen Einkaufsratgeber "Milch für Kinder" veröffentlichten, Umfrage unter Herstellern. Für Greenpease ist von den großen Milchnahrung-Herstellern Hipp klarer Vorreiter. Und auch Humana, Deutschlands zweitgrößte Molkerei und bekannter Produzent von Milchnahrung, will wesentliche Teile des Angebots umstellen. Weniger gut kommen die Produkte von Nestlé und Milupa weg, hier ist Gentechnik im Kuhfutter weiterhin Standard. Auch die Praxis bei Herstellern von Schul- und Trinkmilch unterscheidet sich stark.
"Verbraucher lehnen Gentechnik auf dem Acker und im Essen ab. Das gilt auch für Eltern, die für ihre Kinder Milchprodukte kaufen. Danach sollten sich alle Hersteller richten", fordert Alexander Hissting, Gentechnikexperte von Greenpeace. Milchkühe fressen neben Gras und Heu auch Kraftfutter, das oft Sojaschrot enthält. Die Forschung sieht derzeit in Milch von Tieren, die Gen-Pflanzen gefressen haben, kein Risiko für Verbraucher. Die Freisetzung der Gentechnik auf Feldern gefährdet vor allem die Umwelt und die langfristige Sicherung der Ernährung. So belegen neue Untersuchungen des US-Wissenschaftlers Charles Benbrook, dass durch den Einsatz von Gen-Soja noch mehr Gift auf die Äcker gespritzt wird.
Soja für die Viehfütterung in Deutschland wird vor allem aus Südamerika eingeführt und etwa 70 % der weltweiten Produktion sind gentechnisch verändert. Das macht es für die Lebensmittelhersteller mitunter einfach. Häufig wird behauptet, dass eine Umstellung nicht möglich sei. Doch Jochen Koester, Gründer von TraceConsult in Genf, der einzigen Beratungsfirma in Europa für den Handel mit gentechnikfreier Rohware, widerspricht: "Allein Brasilien kann den gesamten, realistisch vorstellbaren Bedarf Europas an gentechnikfreiem Sojaschrot decken. Vor allem der europäische Einzelhandel hat es sogar in der Hand, dieses Angebot positiv zu beeinflussen, wenn er diese Qualität stärker nachfragt."
Für "Milch für Kinder" bewertete Greenpeace insgesamt 55 Hersteller. Anzumerken ist dabei noch, dass Bioprodukte immer ohne Gentechnik im Tierfutter hergestellt werden (müssen). Bei Schul- und Trinkmilch gehen unter anderen "Landliebe" von FrieslandCampina und Ehrmann/Saliter mit der Schulmilch "Creck" voran.
Den Einkaufsratgeber gibt es kostenlos hier und die Studie erhalten Sie hier.
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Mit Gift gewürzt Greenpeace entdeckt Pestizide in Curry-Gewürz, Paprikapulver und Petersilie - Strafanzeige gegen Metro erstattet
Geschrieben von Melanie
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09:52 Uhr
in Ernaehrung
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Hamburg (ots) - Die Pestizidbelastung von getrockneten Kräutern und Gewürzen hat sich nach Untersuchungen von Greenpeace im Vergleich zum Vorjahr nicht gebessert: Mehr als ein Viertel der 37 Proben aus konventionellem Anbau musste Greenpeace als "nicht empfehlenswert" (rot-Wertung) einstufen. Besonders stark belastet sind Paprika- und Currypulver sowie getrocknete Petersilie. So wird in getrockneter Petersilie der Marke TiP, einer Eigenmarke von Metro, die gesetzlich festgelegte Höchstmenge überschritten. Die Probe stammt von Real, einer Supermarktkette der Metro-Handelsgruppe, in Hamburg. Greenpeace hat Strafanzeige gegen Metro erstattet. Frische Kräuter sind im Vergleich zu 2008 nur noch gering belastet.
"Mit einer Prise Paprika oder Curry, wie sie auf der Currywurst landet, streut man sich einen Giftcocktail von bis zu 20 verschiedenen Chemikalien aufs Essen", sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace. Darunter befinden sich gesundheitsgefährdende Wirkstoffe wie das als Nervengift wirkende Chlorpyrifos-Ethyl (Wirkung Hemmstoff der Cholinesterase) und das die Fortpflanzung beeinträchtigende Carbendazim. Selbst das in der EU verbotene Pestizid DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) wurde in einer Curry-Probe nachgewiesen.
Betrachtet man nur Paprikapulver, so ist die Hälfte der Proben mit rot zu bewerten ("nicht empfehlenswert"). 2008 waren es 30 Prozent. Von getrockneter Petersilie musste ebenfalls die Hälfte der Proben mit rot bewertet werden. Im Vorjahr waren es sogar 67 Prozent. Mehr als 60 Prozent der frischen Petersilie enthält hingegen keine Pestizide. 2008 gab es keine frische Petersilie ohne Pestizidnachweis. Seit 2007 beobachtet Greenpeace einen Trend hin zu geringeren Rückständen bei Obst und Gemüse - ein Erfolg der Greenpeace Kampagne "Stoppt Gift im Essen". Auf getrocknete Kräuter und Gewürze trifft diese Entwicklung noch nicht zu. "Greifen Sie lieber zu Bioprodukten", sagt Santen, "bei allen bisherigen Tests weisen sie keine oder nur äußerst geringe Pestizidrückstände auf. Sie sind daher die beste Empfehlung für gesundes Essen."
Greenpeace hat bei dem Test einen schweren Mangel im Verbraucherschutz aufgedeckt: Belastungen bei Gewürzmischungen wie Currypulver sind ähnlich hoch wie bei Gewürzen, jedoch gibt es hierfür keine Grenzwerte. Nach einer Einstufung für Gewürze müsste eine Probe Currypulver von Galeria Kaufhof (Metro-Gruppe) mit rot bewertet werden. Greenpeace fordert von der EU-Kommission und Verbraucherministerin Aigner, umgehend gesetzlich bindende Grenzwerte für Pestizide in Gewürzmischungen einzuführen.
Insgesamt wurden 44 Proben Petersilie, Schnittlauch, Curry- und Paprikapulver, davon sieben aus biologischem Anbau, Anfang September 2009 gekauft. Sie stammen aus Filialen der sechs führenden deutschen Supermarktketten und einem Biosupermarkt in Berlin, Hamburg, Köln, München und um Frankfurt am Main.
Quelle: Greenpeace Pressemitteilung
Freitag, 19. Dezember 2008
Greenpeace bewertet Einzelhändler beim Fischeinkauf
Geschrieben von Korinna
um
13:02 Uhr
in Handel
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Greenpeace bewertet jährlich Lebensmitteleinzelhändler in Bezug auf Nachhaltigkeit beim Einkauf. 2007 waren bis auf eine Ausnahme alle Einzelhändler im Bereich orange, mittlerweile sieht es anders aus: Allen voran Norma und Kaufland, aber auch Aldi-Süd und REWE haben ihr Einkaufsverhalten positiv verändert, Netto, Metro, Kaiser’s und Tengelmann bewegten sich in die entgegengesetzte Richtung:

Bildquelle und Copyright: Greenpeace
Freitag, 11. Januar 2008
Norma bei Greenpeace vorn
Geschrieben von Vanessa
um
15:17 Uhr
in Handel
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Greenpeace hat Lebensmittelhändler in Bezug auf Nachhaltigkeit und Transparenz bei der Beschaffung von Fisch und Meeresfrüchten untersucht. Bei den 11 unter die Lupe genommenen Händlern hat der Discounter Norma am besten abgeschnitten. Die Händler wurden in sieben Kategorien geprüft und in vieren davon hat Norma gut abgeschnitten. Besonders positiv hat Greenpeace dabei bewertet, dass Norma aktiv eine verantwortungsvolle Einkaufspolitik betreibt und selbst eine garantierte Rückverfolgbarkeit mit dem Label Transparente Fischerei eingeführt hat. Norma hatte als erster Discounter das Label Transparente Fischerei auf den Fischprodukten.



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