Artikel mit Tag ampel-kennzeichnung
Montag, 23. Februar 2009
Ampel hin. Ampel her.
Geschrieben von Melanie
um
11:14 Uhr
in Ernaehrung
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Um die "Ampel" als Lebensmittelkennzeichnung ist es derzeit schlecht bestellt. Nachdem die Konferenz der Verbraucherminister der Länder sich im letzten Herbst einstimmig für die "Ampel" ausgesprochen hat, stehen jetzt alle Zeichen auf Sturm. Ilse Aigner, Horst Seehofers Nachfolgerin als Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist offenbar dagegen. Anfang des Monats sprach sie sich gegen die Ampel und für eine verbesserte Verbraucherinformation aus.
Foodwatch präsentierte ungefähr zu gleichen Zeit eine weitere Emnid-Umfrage, laut der 67% der Befragten für eine Ampel-Kennzeichnung von Lebensmitteln sind. 64 % fordern einen deutschen Alleingang, falls die EU sich gegen die Ampel stellen sollte. In der vorangegangenen Umfrage im vergangenen September sprachen sich noch 84% der Befragten für die Ampel aus.
Angestoßen von Aigners Ablehnung der Ampel warfen die Grünen der Bundesregierung Untätigkeit in der Diskussion um die Lebensmittelkennzeichnung vor. Fraktionsvize Bärbel Höhn kritisierte, dass Aigner das Thema anscheinend aussitzen wolle und vorhabe die Bundestagswahl im September abzuwarten.
Der von Aigner einberufene runde Tisch brachte erwartungsgemäß keine echte Annäherung zwischen Verbraucherschützern und Industrie. Handel und Industrie forderten „Fakten statt Farbe“ während die Verbraucherschützer auf einer farblichen Codierung beharrten. Allerdings war man sich einig darin, dass es keinen nationalen Alleingang ohne die EU geben solle. Aigner schloss sich dem an und sagte, dass es in Deutschland nur eine freiwillige Lösung geben könne, solange das Verfahren auf EU-Ebene laufe. Damit führt sie die Linie ihres Vorgängers fort und unterstützt die von der Industrie geforderte freiwillige Kennzeichnung.
Für die Industrie fehlt die wissenschaftliche Grundlage für die farbliche Kennzeichnung von Lebensmitteln. Matthias Horst, Hauptgeschäftsführer des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) äußerte sich wie folgt: "In dem konstruktiven Gespräch wurde deutlich, dass wissenschaftliche Grundlagen einer Farbkennzeichnung völlig fehlen und die Bewertung einzelner Lebensmittel unsinnig ist". Der BLL ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft und spricht sich für eine sachliche Nährwertkennzeichnung aus, die es jedem ermöglichen soll, die für ihn richtigen Lebensmittel ohne Bevormundung auszuwählen.
Dem Gegenüber stehen die Krankenkassen, die Bundesärztekammer, der Bundeselternrat und die Verbraucherzentralen – sie sehen in der Ampel ein probates Mittel im Kampf gegen Übergewicht und Fehlernährung. Laut Jörg-Dietrich Hoppe, dem Präsidenten der Ärztekammer, ist das Problem folgendes: "Sehr viele Menschen ernähren sich ungesund, weil sie gar nicht darüber informiert sind, wie hoch der Nährwert mancher Produkte ist. Eine klar verständliche Kennzeichnung von Lebensmitteln soll helfen, ein Produkt als gesund oder ungesund einzuordnen, um es besser mit anderen Produkten zu vergleichen." Die bislang von der Industrie vorgenommene Kennzeichnung von Fett, Zucker, Salz und Kalorien mit einer prozentualen Angabe des Anteils am Tagesbedarf wird von den Befürwortern der Ampel als in der Regel irreführend oder unverständlich abgelehnt.
SPD-Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar forderte derweil Aigner auf, sich bei Merkel entschieden für die Ampelkennzeichnung zur schnellen Einordnung von Lebensmitteln einzusetzen "Handeln Sie jetzt, Frau Aigner! Gescheitert ist die Kennzeichnung, anders als Sie behaupten, noch nicht." Aigner zeigt sich derweil wenig überzeugt: "So überzeugend ist das rot-gelb-grüne Farbschema doch gar nicht. Vollkornbrot zum Beispiel würde mit einem roten Punkt gekennzeichnet, während Weißbrot einen gelben bekäme. Das ist doch absurd."
Die EU-Entscheidung zum Thema Ampel ja oder nein, wird im Mai erwartet.
Montag, 1. Dezember 2008
DIHK lehnt Ampelkennzeichnung ab.
Geschrieben von Melanie
um
15:03 Uhr
in Ernaehrung, Handel, Lebensmittel & Recht
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Die Deutsche Industrie und Handelskammer (DIHK) lehnt den Verordnungsentwurf für die Ampelkennzeichnung als irreführend und unternehmensgefährdend ab.
"Als überflüssig und gefährlich kritisiert Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), den Entwurf zur Lebensmittelkennzeichnungsverordnung.
DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben Wansleben: 'Ich warne davor, Ampelkennzeichnungen für Lebensmittelverpackungen einzuführen. Die Ampel, die allein nach Zucker-, Salz- und Fettgehalt in 'rot', 'gelb' und 'grün' kategorisiert, ist irreführend: So müssten gesunde Produkte wie zum Beispiel Halbfettmargarine, Avocados und Nüsse aufgrund ihres Fettgehalts rot gekennzeichnet werden.
Das Ergebnis ist ein massiver Eingriff in den Markt: Erfahrungen mit Ampelkennzeichnungen in anderen Ländern haben gezeigt, dass rot markierte Produkte weniger gekauft werden, die Folge sind erhebliche Umsatzeinbußen bei den betroffenen Unternehmen.
Auch sollten die Nährwertangaben auf Lebensmitteln wie bewährt freiwillig bleiben. Für eine verpflichtende Regelung besteht kein Bedarf, da bereits zwei Drittel der Hersteller diese Angaben verwenden.
Völlig unverständlich ist zudem, dass die Kommission den Mitgliedstaaten gestatten will, noch über den Verordnungsstandard hinausgehende nationale Vorschriften einzuführen. Damit sind weitere Wettbewerbsverzerrungen voraussehbar, und der wichtigste Vorteil des EU-Binnenmarktes für Lebensmittel – nämlich gleiche rechtliche Vorgaben in ganz Europa – wird verspielt.'"
Überrascht sind wir eigentlich nicht wirklich ;)
Montag, 22. September 2008
Seehofer lenkt ein.
Geschrieben von Melanie
um
17:55 Uhr
in Ernaehrung
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Deutschland bekommt die Ampel. Oder zumidest sowas in der Art. Und verpflichtend und nicht mehr freiwillig. Aber erst, wenn keine andere Variante auf EU Ebene entschieden wird. Dann aber bestimmt.
Freitag, 19. September 2008
Herrn Seehofers persönliches Waterloo?
Geschrieben von Melanie
um
11:10 Uhr
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Singen und tanzen wird er heute morgen vermutlich nicht. Summen vielleicht:
Waterloo - I was defeated, you won the war
Waterloo - promise to love you for ever more
Waterloo - couldn’t escape if I wanted to
Waterloo - knowing my fate is to be with you
Waterloo - finally facing my waterloo
My my, I tried to hold you back but you were stronger
Oh yeah, and now it seems my only chance is giving up the fight
(Abba, 1974: Waterloo)
Wie kurz von uns berichtet, war gestern der Tag der Tage für Horst Seehofer, auf der Konferenz der Landesverbraucherminister sollte über eine Ampelkennzeichnung für Deutschland entschieden werden. Hinreichend bekannt ist, dass Horst Seehofer aus verschiedenen Gründen kein großer Freund der Ampel ist, weniger bekannt war, was die Verbraucherminister der Länder so denken und wollen. Das ist jetzt um so klarer: Einmütig forderten die Länder gestern von Horst Seehofer eine verpflichtende Ampelkennzeichnung. Selbst die von der Union regierten Länder stimmten dafür und wendeten sich damit gegen den CSU-Politiker.
Laut Lebensmittelze
itung Online sprechen sich die "Länderressorts in 'abgestimmter Haltung' für eine verpflichtende
Kennzeichnung von Energie, Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und
Salz auf der 'Schauseite' der Verpackung aus. Dabei sollen die
absoluten Werte und der Anteil an der Referenzmenge in Prozentzahlen
genannt werden, heißt es. Der Anteil an der Referenzmenge sei 'zusätzlich grafisch darzustellen, die angegebenen Nährwerte auch
farblich'"
Das ist ein herber Rückschlag für Seehofer, der, wenn er auch kürzlich noch laut über eine mögliche farbliche Hinterlegung nachgedacht hat, nach wie vor auf Seiten der Industrie steht und sich für eine Nährwertkennzeichnung auf freiwilliger Basis ausspricht.
Während Foodwatch, wie gestern berichtet, mit Umfrageergebnissen des Instituts Emnid punktet, spricht sich der BLL, der Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft weiterhin strikt gegen jedwede Form von Ampelkennzeichnung aus. Die LZ merkt weiter an, dass der einhellige Beschluss aus den Ländern Seehofer jetzt zwischen alle Stühle setzt. "Nach LZ-Informationen hat das Bundeskanzleramt nämlich mittlerweile die EU-Kennzeichnungspläne Seehofers ausgebremst. Danach soll sich der Politiker in Brüssel nicht mehr für die Farbe aus dem Fenster lehnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) halte wenig von der Ampel, heißt es. Die offizielle deutsche Linie würde damit auf eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung auf der Grundlage "1 plus 4"-Models hinauslaufen - ganz im Sinne des Brüsseler Entwurfs zur Lebensmittelinformation."
Für alle die darauf gehofft haben, damit jetzt erstmal die Ernüchterung: Entschieden ist bislang gar nichts. Nur für Horst Seehofer, für den sieht es momentan nicht besonders gut aus.
Donnerstag, 18. September 2008
Ampel hin, Seehofer her.
Geschrieben von Melanie
um
17:30 Uhr
in Lebensmittel & Recht
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Weiter geht´s in Sachen Ampelkennzeichnung. Nachdem man sich in Brüssel, wie bereits mehrfach berichtet, momentan die Köpfe heiß diskutiert, hat Foodwatch in Deutschland eine Umfrage bei TNS Emnid beauftragt.
Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage zeigt, dass rund 84 % der Deutschen sich für die farbliche Pflichtkennzeichnung der Nährwertangaben für Zucker, Salz, Fett und gesättigte Fettsäuren auf Lebensmitteln aussprechen.Grade mal 14 % der Bundesbürger befürworten die von Minister Seehofer geforderte freiwillige Kennzeichnung.
Hintergrund der Veröffentlichung ist die heute stattfindende Konferenz der Landesverbraucherminister bei der unter anderem auch die von Horst Seehofer geforderte Variante diskutiert werden soll.
Laut Spiegel Online gilt es beinahe als sicher, dass die Landesminister sich für die verpflichtende Kennzeichnung aussprechen, ganz zum Unwillen von Horst Seehofer.
Dessen Weigerung ist ein Dorn im Auge von Foodwatch, denn die freiwillige Kennzeichnung führt, so die Verbraucherorganisation, lediglich zu einer weiteren Verunsicherung der Verbraucher. In ihren Augen ist die Ampel ein ideales Mittel um auf versteckte Zucker- oder Fettanteile aufmerksam zu machen. "Eine Nährwertkennzeichnung schützt die Verbraucher nur dann, wenn sie verpflichtend ist. Freiwillig werden die Hersteller nur solche Produkte kennzeichnen, die ohnehin unproblematisch sind", sagte Cornelia Ziehm von foodwatch. Am Beispiel von Ketchups und Salatsaucen, die foodwatch aktuell mit den Ampelfarben nach englischem Vorbild gekennzeichnet hat, werde jedoch deutlich, dass hohe Zucker- und Salzgehalte nur mit verpflichtenden Farbsignalen für den Verbraucher erkennbar sind. So wirbt der Kinderketchup "Ketchupi" von Knorr mit "30 Prozent weniger Zucker", landet bei der Ampel mit 14 Prozent Zuckeranteil aber deutlich im roten Bereich.
Foodwatch führt regelmäßig Testreihen durch, um auf solche versteckten Fett- oder Zuckerbomben aufmerksam zu machen. Die von der Industrie bereits teilweise vorgenommene GDA Kennzeichnung stösst dabei nur auf Kritik. Da Angaben zu Kalorien, Zucker-, Fett- und Natriumgehalt sich lediglich nach teilweise relativ willkürlich und auch nur schwer nachvollziehbaren Portionsangaben richtet, sieht foodwatch hier keine wirklich Hilfe für die Verbraucher.
Die Ampelkennzeichnung markiert je 100g den Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz mit Farben. Rot bedeutet "nur in kleinen Mengen hin und wieder verzehren", Gelb "es ist in Ordnung, es häufiger zu essen" und Grün "eine gesunde Wahl".
Dass die Diskussion in Brüssel noch andauert, ist übrigens kein Hinterungsgrund, denn der Verordnungsvorschlag der EU-Kommission zur Nährwertkennzeichnung erlaubt durchaus auch jetzt schon die Einführung der Pflicht zur Ampelkennzeichnung in Deutschland.Der Spiegel verweist jedoch auf Folgendes: "Wenn die Ampel künftig wirklich auf allen Lebensmitteln in Deutschland zu sehen sein soll, müsste sie EU-weit zur Pflicht werden, sagen Juristen. Sonst müsste beispielsweise ein französischer Hersteller seinen Käse in Deutschland nicht mit der Ampel versehen."
Und die EU Mühlen haben, wie bereits berichtet, auch noch dringendere Themen zu mahlen.
(Foto Quelle: Foodwatch)
Dienstag, 16. September 2008
GDA Kennzeichnung und Ampelcheck.
Geschrieben von Melanie
um
10:00 Uhr
in das-ist-drin.de, Ernaehrung, Meinungen
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Mittels eines Nährwertkompasses stellt jetzt die Industrie den Verbrauchern eine Orientierungshilfe zur Verfügung. Auf Basis von "Ausgezeichnet informiert - Die Initiative für bewusste Ernährung" stellen die angeschlossenen Unternehmen: Campbell´s, Coca-Cola, Danone, Kellogg, Kraft Foods, Mars Süßwaren, Metro Group, Nestlé, Pepsico und Unilever auf den Seiten von Nährwertkompass.de rudimentäre Informationen rund um ausgewogene Ernährung und die Nutzung der GDA Kennzeichnung zur Verfügung.
Auch hier wie in Brüssel ist keine Annäherung zwischen Verbraucherzentralen und Industrie zu erkennen. Während die einen mittels Nährwertkompass auf Aufklärung hinsichtlich der Angaben auf den Lebensmittelverpackungen setzen, betreiben die anderen seit einiger Zeit Ampelcheck.de, und fordern "Schluss mit den Nährwertmogeleien".
So langsam kommt der Punkt, wo ich mir wünschen würde, man begänne miteinander statt immer nur gegeneinander zu reden. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend. Wir bleiben dran.
Dienstag, 9. September 2008
Ampel verliert Unterstützer
Geschrieben von Melanie
um
14:25 Uhr
in Lebensmittel & Recht
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Wie kürzlich berichtet, ist die Diskussion um die Ampel in die nächste Runde gegangen. Während der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) bereits letzte Woche mitteilte, dass es in Brüssel zahlreiche Stimmen gegen die Ampel gegen habe und man, sprich die Lebensmittelwirtschaft eine Regelung fordere, die "für alle Unternehmen wirtschaftlich und praktikabel umsetzbar ist." Und im gleichem Atemzug davon sprach, dass man hoffe, dass "die Besorgnisse der Lebensmittelwirtschaft in den künftigen Beratungen von Rat und Europäischem Parlament ernst genommen und gemeinsame Lösungen zum Wohle von Verbrauchern und Wirtschaft gefunden werden", verliert die Ampel jetzt in ihrem "Geburtsland" an Zustimmung. Die konservative Partei Großbritanniens, die Tories, spricht sich jetzt klar gegen die Ampelkennzeichnung aus, da sie in ihren Augen nicht zielführend bei der Bekämpfung von Übergewicht ist. Stattdessen wolle man zukünftig das auf (durchaus streitbaren, Anm. der Redaktion) Tageshöchstmengen basierende GDA-Modell forcieren.
Auch die erste Anhörung in Brüssel hatte es in sich. Die Fronten sind klar gezeichnet. Auf der einen Seite die Vertreter der Wirtschaft, die eine praktikables, auf Tageshöchstmengen basierendes Modell fordern und auf der anderen Seite die Verbraucherschützer, die die farbige Ampelkennzeichnung durchsetzen wollen.
Bis zur Neuwahl des EU-Parlaments im Frühjahr 2009 will man hier jetzt eine Lösung erreichen. Klar ist jedoch jetzt schon, dass die Kennzeichnung zunächst keine Priorität genießt, da andere Gesetzespakete, wie das zum Klimaschutz, deutlichen Vorrang haben.
Die Industrie bereitet derweil ihre Marschroute vor und spart nicht mit Horrorszenarien in Bezug auf die negativen Auswirkungen einer nicht- oder zu durchdachten Lösung auf die Wirtschaft und den Export, der zusätzliche Versuch über den "noch nicht für eine Kennzeichnung bereiten Verbraucher" zu gehen, stieß von parlamentarischer Seite allerdings auf großen Widerstand. Die Verbraucherverbände halten derweil stoisch daran fest, dass die GDA Kennzeichnung zu kompliziert ist und will daher unbedingt flächendeckend die Ampel durchsetzen. Einigung nicht in Sicht. Und wahrscheinlich nur schwerlich bis Frühjahr 2009 zu erreichen. Wir werden weiter berichten.
(Quelle: LZ, Nr. 36, 05.06.2008)
Montag, 25. August 2008
Ampelkennzeichnung
Geschrieben von Melanie
um
11:20 Uhr
in Meinungen
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Während über eine Ampelkennzeichnung für Lebensmitteln noch diskutiert wird, kommt jetzt der Versuch sie für Pflegeheime durchzusetzen. Bin mal gespannt was als nächstes kommt. Schulen? Kindergärten? Vielleicht steigt der Michelin Guide auch von Sternen auf die Ampel um? Flächendeckende Verbreitung hätte im Laufe der Zeit auf jeden Fall eine sehr prägende, wenn nicht gar konditionierende Wirkung. Ein Volk von pawlowschen Hunden...
Dienstag, 5. August 2008
Horst Seehofer sieht keinen Grund für Kritik an seiner Arbeit
Geschrieben von Melanie
um
11:21 Uhr
in Lebensmittel & Recht
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Nachdem immer wieder Kritik an Seehofers vermeintlich lobbyfreundlicher Arbeit laut wird, verteidigt dieser sich jetzt und verweist auf seine Erfolge in Sachen Nichtraucherschutz und seine Maßnahmen gegen Dumpingpreise sowie das Verbraucherschutzgesetz. Erneut sprach er sich gegenüber der Presse für eine farbliche Kennzeichnung von Nährwerten auf Verpackungen aus und kündigte weitere Gespräche mit der Industrie an. Insgesamt zeigt er sich optimistisch, dass eine Lösung gefunden werde, ist sich jedoch sicher, dass der endgültige Durchbruch nur mit einer europäischen Lösung erreicht werden kann (Quelle: Lebensmittelzeitung: 01.08.20008). Aktuell muss sich Minister Seehofer jetzt erst mal mit einem weiteren Streitthema auseinandersetzen: der von Bayerns Agrarminister Josef Miller geforderten Milchquote.
Dienstag, 8. Juli 2008
Bundesländer wollen die Ampel
Geschrieben von Korinna
um
09:51 Uhr
in Lebensmittel & Recht
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Die EU plant schon seit einiger Zeit eine komplett neue Kennzeichnungsverordnung. Der Streit um die farbige Lebensmittelkennzeichnung, die sog. "Ampel" geht nun in die nächste Runde. "Der Bundesrat setzt sich für ein Modell mit Farbgestaltung, Symbolen und einer einheitlichen Bezugsgröße wie etwa eine Tagesration der Inhaltsstoffe ein", liest man bei agrarheute.com.
Ernährungsminister Seehofer möchte (muss
) nun mit der Wirtschaft zunächst über eine freiwillige farbige Kennzeichnung verhandeln, bei der die Anteile an Fett, Zucker, Salz, Kalorien und gesättigten Fettsäuren an der empfohlenen Tagesmenge angegeben werden. Für diese Kennzeichnung wird er sich ebensfalls auf EU-Ebene ebenfalls einsetzen. Ob er damit Erfolg hat, werden wir berichten. Wer nicht so lange warten kann: Auf das-ist-drin.de/ampel können Sie jetzt schon sehen, welche Ampelfarben viele Produkte bekämen
.



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