Artikel mit Tag analog-käse
Donnerstag, 4. März 2010
Wie ist das eigentlich mit dem Analogkäse? Wie kann man ihn erkennen?
Geschrieben von Melanie
um
15:26 Uhr
in Ernaehrung
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Letztes Jahr durften wir ja alle zwei neue Worte lernen: Mogelschinken und Analogkäse. Wochenlang geisterten die zwei durch die Presse und verunsicherten die Verbraucher. Jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt und kein Hahn kräht mehr danach. Das Problem des Schinken- oder Käseersatzes hat sich deswegen jedoch keinesfalls erledigt. Wir zeigen noch mal auf, wie sie am Regel sicher sein können, dass Sie keinen falschen Käse mit nach Hause nehmen.
Von Analogkäse spricht man bei Produkten, bei denen Milchfett gegen das preisgünstigere Pflanzenfett ausgetauscht wurde oder von Produkten, die zwar wie Käse verwendet werden, jedoch nur aus einer Eiweiß-Wasser-Pflanzenfett-Aroma-Mischung bestehen.
Der Gesetzgeber hat glücklicherweise verfügt, dass Analogkäse nicht als "Käse" verkauft werden darf, die Erkennung solcher Mogelpackungen ist daher verhältnismäßig einfach, denn: Wo Käse drauf steht ist auch Käse drin. Sind bei käseähnlichen Produkten, die "Sandwich-Scheiben", "Pizza-Mix" oder "Brotaufstrich" heißen, als Zutaten "pflanzliche Fette" oder "Aroma/Geschmacksverstärker" aufgelistet, können Sie davon ausgehen, dass es sich nicht um aus Milch hergestellten Käse handelt.
Nicht ganz so einfach ist es bei abgepackten Fertigprodukten: Sind in den Zutaten pflanzliche Fette und Aroma enthalten, kann dies ein Hinweis auf Analogkäse sein, es ist jedoch ebenso möglich, dass der Käse "echt" ist und es sich um reguläre Zutaten handelt.
In der Gastronomie sind Analog-Produkte besonders schwer zu erkennen. Ein Hinweis auf den Einsatz von Analogkäse kann sein, dass bei einem überbackenem Produkt der Käse nicht als Zutat aufgeführt wird.
Montag, 29. Juni 2009
Verbraucherausschuss-Vorsitzende gegen "Lebensmittel-Panscherei"
Geschrieben von Korinna
um
10:46 Uhr
in Ernaehrung, Lebensmittel & Recht
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Die Meldungen rund um das Thema Milch und Milchersatz reißen nicht ab. Hier eine Pressemeldung vom Samstag:
"Saarbrücken (AFP) — Die Vorsitzende des Verbraucherausschusses des Bundestags, Ulrike Höfken (Grüne), hat eine Zunahme von Lebensmittel-Imitaten beklagt. Nirgends in Europa gebe es eine solche "maßlose Panscherei mit Imitaten, Zusatzstoffen und Geschmacksverstärken" wie in Deutschland, sagte Höfken der "Saarbrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "Das versaut das Essen."
Die Lebensmittelindustrie suggeriere bei vielen Erzeugnissen nur noch, dass es sich um Produkte mit viel Milch handle. "Das ist aus meiner Sicht Verbrauchertäuschung und eigentlich verboten", sagte Höfken unter anderem mit Blick auf den sogenannten "Analogkäse". Dieses Imitat vollkommen ohne Milch wird inzwischen für viele Fertiggerichte, Pizzen oder Käsebrötchen verwendet.
Höfken kritisierte auch, dass es auch kaum noch Milch im Speiseeis gebe. Die Hersteller hätten nach Angaben von Verbraucherschützern weitestgehend Milchprodukte aus ihren Rezepturen genommen und dafür kostengünstigere Imitate wie Palmfett eingesetzt. In anderen europäischen Ländern gibt es eine definitiv höhere Wertschätzung von Lebensmitteln", sagte Höfken."
Quelle: AFP
Dienstag, 16. Juni 2009
"Achtung Käseschwindel"
Geschrieben von Korinna
um
14:13 Uhr
in Ernaehrung, Lebensmittel & Recht
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Heute haben wir eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für Sie, die ein wenig Klarheit über das auch bei uns häufig angefragte Thema "Analog-Käse" geben soll:
" "Ist das wirklich Käse oder nicht - das müssen sich die Verbraucher leider zunehmend fragen," sagte Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner heute in Berlin. Zum Tag der Milch am 1. Juni startet das Bundeslandwirtschaftsministerium eine bundesweite Verbraucherinformation zum so genannten Analog-Käse unter dem Titel "Achtung Käseschwindel".
"Wir wollen mit dieser Aktion die Verbraucherinnen und Verbraucher für dieses Thema sensibilisieren," so die Ministerin. "Wo Käse draufsteht, muss auch Käse drin sein. Insbesondere in der derzeitigen Situation auf den Milchmärkten ist es nicht hinnehmbar, dass Milch durch Pflanzenfettmischungen in vielen Milchprodukten ersetzt wird. Ich werde mich in einem gemeinsamen Brief mit dem österreichischen Landwirtschaftsminister Berlakovich noch einmal an die EU-Kommissarin wenden, um eine Lösung auf europäischer Ebene einzufordern."
Käse-Imitat ist ein industrielles Ersatzprodukt für Käse, das nicht oder weitgehend nicht aus Milch hergestellt wird. Als Inhaltsstoffe werden unter anderem Wasser, Pflanzenfett, Milcheiweiß, Stärke, Aromen und Farbstoffe verwendet. Ein Teil der in Deutschland produzierten Menge wird exportiert und der andere Teil im Inland abgesetzt. Das Käse-Imitat findet Verwendung als Belag in Pizzerien oder beim Überbacken von Brötchen und Croissants, in Fertigprodukten, und in Restaurants. Oft ist die Kennzeichnung jedoch irreführend. Im Artikel 114 der EU-Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 ist eindeutig geregelt, dass der Begriff "Käse" zu den Bezeichnungen gehört, die ausschließlich Milcherzeugnissen vorbehalten sind.
Das Motiv der Verbraucherinformation mit folgendem Begleittext "Käse ist ein geschützter Begriff. Käse muss aus Milch hergestellt sein. Vieles, das Sie heute essen, sieht aus wie Käse, riecht wie Käse, schmeckt wie Käse – und ist doch kein Käse. Es sind billige Imitate, die statt Milch Pflanzenfett, Farbstoffe und Aromen enthalten." ist neben weiteren Informationen auch hier abrufbar."



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