Artikel mit Tag discount
Donnerstag, 7. Januar 2010
Rewe läutet neue Ära im Preiswettbewerb ein
Geschrieben von Gerri
um
17:26 Uhr
in Handel
Kommentare (7)
| Trackbacks (0)
Mittlerweile sind es ja die deutschen Verbraucher gewohnt, für Lebensmittel nichts zu bezahlen. Diese liebgewonnene Gewohnheit hat ja neben hausgemachten interkulturellen Problemen Walmart dazu bewogen, sich wieder heimischen Gefilden zuzuwenden. Als letzte haben die Belgier von Delhaize die Kurve gekratzt und haben ihre deutschen Märkte an die Rewe übergeben. Bisher war jedoch sonnenklar, dass ALDI die Preise vorgibt und die anderen Kollegen vom Discount sich eben dran anpassen. Und das in beide Richtungen - so war das jahrelang gelernt und eingespielt.

Nun hat sich die Rewe aus diesem Spiel verabschiedet und zwar nicht mit ihrer Discount-Vertriebslinie Penny sondern mit der Preiseinstiegs-Eigenmarke Ja!, ein echter Eigenmarkenklassiker. Nachdem 2009 das Jahr der Premium-Eigenmarken im Handel war, scheint man dieses Jahr gewillt zu sein, in die Preiseinstiegsmarken zu investieren - und das geht halt über den Preis bzw. dessen flächendeckende Bewerbung.
Bis hierhin wäre noch nichts ungewöhnlich, wenn nicht Rewe für seine Billig-Marke ja! ein ungeschriebenes Gesetz gebrochen hätte und die Preise nun denen von Aldi direkt gegenübergestellt hätte. Und das nicht nur für eine Handvoll Produkte sondern - zumindest sieht es auf den ersten Blick so aus - für alle. Und das topaktuell. Rewe schreibt hierzu auf seiner Website: "Rewe lässt täglich die Tiefstpreise für die über 400 ja!-Artikel mit den Dauerniedrigpreisen vergleichbarer Produkte deutscher Discounter wie Aldi durch einen unabhängigen Dienstleister vergleichen. Sollte bei der Preiskontrolle der Preis eines Vergleichsproduktes niedriger sein, so wird der ja! Preis nach unten angepasst." Eine neue Dimension im Preiskampf der Lebensmittel-Giganten und natürlich ein ziemlicher Marketing-Coup.
Was die anderen Mitbewerber darauf erwidern werden, ist recht absehbar, zumindest wird sich die sogenannte und vielzitierte Preisspirale sicher nicht nach oben drehen. Bis heute erschließt sich mir nicht, wie man ein Kilo Mehl für 29 Cent Verkaufpreis an der Ladentheke noch irgendwie vernünftig produzieren können soll. Das gilt für Milch und andere Produkte, die üblicherweise in den Preisrunden gesenkt werden, sowieso. Letztlich entscheidet aber wie immer der Verbraucher, und der scheint in Deutschland leider eher bereit zu sein, 10 Euro für 1 Liter Motorenölauszugeben als mehr als 3 Euro für 1 Liter Olivenöl. Wir werden sehen, was uns das Jahr 2010 im Lebensmitteleinzelhandel noch alles bringen wird...
Mittwoch, 5. März 2008
Einkaufen bis der Arzt kommt bei Sainsbury's
Geschrieben von Gerri
um
16:44 Uhr
in Handel
Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Dass Handel gleich Wandel ist, dürfte ja durchaus schon in die Rubrik "Alter Hut" gehören. Ebenso wie Einfamilienhäuser, Kreuzfahrten und Autobahnpatenschaften vom Discounter. In England geht man bei Sainsbury's noch einen Schritt weiter, so berichtet die Lebensmittelpraxis. Dort kann man nun im Rahmen einer Pilotphase in Manchester an 2 Tagen die Woche und am Samstag den Supermarkt-Einkauf mit dem Arztbesuch kombinieren. In der angeschlossenen Apotheke wird ein Behandlungszimmer eingerichtet und die Kunden werden per Pager benachrichtigt, wenn sie an der Reihe sind. Beruhigend klingt, dass die sogenannte "Doctors in Store" Initiative durchaus vorsieht, bei Notwendigkeit den Patienten an einen Spezialisten zu überweisen.
Neben der Gewinnung von Neukunden soll der Nutzen dieser Aktion in erster Linie darin liegen, verschreibungspflichtige Medikamente zu verkaufen, da dort die Marge im Vergleich zu den OTC-Produkten deutlich höher ist. Das ist durchaus nachvollziehbar und da die Ärzte von der britischen Regierung bezahlt werden, könnte diese Rechnung, unter der Berücksichtigung der Restriktionen des britischen Gesundhatssystems durchaus aufgehen.
Hier in Deutschland kann ich mir das schwer vorstellen, aber wer weiss, was diverse kommende "Gesundheits-Reformen" noch bringen werden. Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass es bei uns noch kein Sterbe-All-Inklusiv-Paket (Sarg, Transport, Einäschern in NL, Zeitungsanzeige,...) für komplette 1.990,- beim Discounter gab, vielleicht sollte ich das mal vorschlagen.
Bildrechte: J Sainsbury plc
Montag, 22. Oktober 2007
Aldi's neuer Bio Drink
Geschrieben von Jakob
um
15:35 Uhr
in Getestet
Kommentare (6)
| Trackbacks (0)

Erfrischungsgetränke à la Bionade finden neuerdings auch bei den Discountern einen Platz im Regal; nach Plus relativ unappetitlichem Versuch (diese Aussage ist keine Polemik, sondern stützt sich auf unseren Team-internen Test) hat natürlich auch die Mutter aller Discounter-Ketten Aldi ein durchaus nicht unansprechendes Produkt namens "Bio Drink" auf den Markt gebracht.
Das Team hat, wie immer für Euch getestet, und zwar die Sorten "Holunder Cranberry", "Orange Ingwer" und "Citrus Ananas".
Eins vorweg: Besonders vollmundig war keiner der drei Drinks, es fehlte sozusagen ein wenig der Nachgeschmack beim Spülen (Winzer dürfen mich für meine dilletantische Ausdrucksweise nun gerne kreuzigen), will heißen: Viel außer dem nicht unangenehmen Geschmack von Wasser bleibt da nichts übrig, auch insgesamt haben alle drei Sorten an sich keinen allzu intensiven Geschmack, für mich persönlich ist das aber nicht allzu tragisch, zumal durch einen guten Schuß Kohlensäure durchaus das Gefühl von Erfrischung aufkommt.
Kommen wir zu den einzelnen Sorten: "Holunder Cranberry" bombt einen jetzt nicht vom Hocker, lässt sich aber durchaus trinken, "Citrus Ananas" dagegen erinnert an den "Geschmack von billigen Ananasbonbons", aber auch an "die ekligen weißen Gummibärchen, die keiner mag", ein Teammitglied ausgeschlossen und wahrscheinlich aus diesem Grund auch bald gefeuert ;D
"Orange Ingwer" dagegen schmeckte unseren Probanden am besten, ginge sogar als ein paar Male zu trinkendes Erfrischungsgetränk durch, zumal auch hier weder der Orangen- noch der Ingwergeschmack zu penetrant in den Vordergrund treten.
Die "Hinten-Drauf-Gucker" können sich, wie bei allen anderen Produkten natürlich auch, gerne in unserer Produktdatenbank zu Bio Drink Holunder Cranberry, Bio Drink Citrus Ananas und Bio Drink Orange Ingwer informieren.
Dienstag, 24. Juli 2007
Von der Lidlisierung des Biomarktes
Geschrieben von Gerri
um
18:22 Uhr
in Alles Bio, Handel, Meinungen
Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Nachdem nun die Schwarz-Gruppe mit 12% (plus 11% Wandelanleihe) bei der basic AG eingestiegen ist, wir haben ja darüber bereits berichtet, ist die Empörung über diesen "Sündefall im Paradies" nun so groß, dass sich basic zu einer Stellungnahme gegenüber Kunden und einem Rundbrief an die Mitarbeiter entschieden hat. Viel Erhellendes steht nicht drin, allerdings lässt der Zeitpunkt des Erscheinens mutmaßen, dass man in der basic-Zentrale doch nicht so ganz mit einem derart negativen Echo gerechnet hat. Der Deal selbst macht aus meiner Sicht durchaus Sinn, ich schätze, dass basic sogar mehr davon profitiert als Lidl. Ich nehme nicht an, dass Lidl damit ganz groß an die Öffentlichkeit geht, insofern wird dies den meisten Verbrauchern verborgen bleiben und damit auch nicht positiv auf die Marke Lidl ausstrahlen. Dennoch hat die Schwarz-Stiftung ihr Geld gut angelegt, die Wachstumsaussichten im Bio-Markt sind recht stabil, die Rendite wird wohl stimmen. basic auf der anderen Seite hat die Kasse prall gefüllt und wird sicher auch mal einen Blick in die logistischen Abläufe bei Lidl werfen dürfen. Beides kann bei der Expansion nicht schaden, den Wettbewerb wird's eher nicht freuen. Eines wird mit dem Lidl-Deal aber den Letzten wohl auch klar geworden sein: Der Bio-Markt funktioniert nach ganz konventionellen Gesetzen, die Zeit in der ökologische Nische ist vorbei.



Kommentare
Florian H. zu Heute schon CI 77891 gegessen?
am Tuesday, 28.08.2012 um 08:37 Uhr:
Habe gestern für meinen Sohn p ulmoll zitrone gekauft. Hab zu Hause nochmals alles durch ge sehn. Da haben sie doch [...]
Baby / Kinder Blog zu Vorsicht beim Genuss von Energy-Shots!
am Wednesday, 22.08.2012 um 09:09 Uhr:
Es ist eigentlich eine Selbstv erständlichkeit: Kinder b ekommen keinen Kaffee. Das ist meist nicht schwer durc [...]
maju zu Die beste Erfindung seit dem elektrischen Currywurstschneider
am Sunday, 29.07.2012 um 18:40 Uhr:
Ein Döner Schneide Roboter! Ich liebe meine Spezies!