Artikel mit Tag füllmengenunterschreitung
Dienstag, 17. Februar 2009
Ran an´s Wintergemüse II
Geschrieben von Melanie
um
11:01 Uhr
in Ernaehrung
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Gestern haben wir bereits damit begonnen einmal aufzulisten, was der regionale Acker Gutes für den winterlichen Tisch zu bieten hat. Und wir sind noch nicht am Ende damit, daher geht es heute weiter mit den populärsten Wintergemüsesorten und dem, was sie auszeichnet.
Brokkoli - besser als ein Glas Orangensaft.
Brokkoli hat eine besonders dezente Kohlnote. Er enthält mehr Vitamine als Blumenkohl und bereits 100 g enthalten mehr Vitamin C als ein kleines Glas frisch gepresster Orangensaft. Man kann übrigens nicht nur die Röschen essen, auch die fleischigen Stile sind genießbar. Geschmacklich ähneln sie dem Spargel. Brokkoli ist sehr licht- und wärmeempfindlich und sollte daher rasch verwendet werden. Stiele und Blätter sollten beim Kauf knackig grün und die Blütenknospen eher blaugrün und auf jeden Fall noch geschlossen sein.
Wirsing – reich an Magnesium
Wirsing ist wirklich ein „Rundum-gesund-Paket“, er enthält doppelt so viel Eiweiß, Fette, Eisen und Phosphor wie Weiß- oder Rotkohl und beinhaltet darüber hinaus große Mengen an Kalium und Vitamin C (100 g Rohkost decken bereits den Tagesbedarf). Zusätzlich gilt Wirsing als hervorragender Magnesiumspender. Er wirkt entwässernd und stärkt das Immunsystem. Wirsing ist vielseitig einsetzbar, er kann blanchiert, gedünstet, zu Gemüse geschmort, zu Suppen oder Rouladen verarbeitet werden. Ob Sie einen guten Wirsingkopf in der Hand halten, erkennen Sie übrigens wenn Sie ihn schütteln. Wirsing sollte „rasseln“.
Möhren – für eine schöne Haut.
Möhren sind reich an Karotin und Vitamin A, B3, C und E. Roh gegessen enthalten sie zusätzlich reichlich Kalium, Kalzium, Eisen und Zink. Sie wirken wassertreibend, verdauungsfördernd, sind gut für das Immunsystem und wirken sich positiv auf ein besseres Hautbild aus. Verarbeiten kann man sie beispielsweise zu Gemüse, Saft, Rohkost, Kuchen oder Eintöpfen. Aber Achtung, damit der Körper das Karotin aufnehmen kann, ist die Beigabe von ein wenig Fett erforderlich.
Lauch - vielseitig und aromatisch.
Auch Lauch bietet das volle Paket an gesunden Inhaltsstoffen: Vitamin C, K und Folsäure sowie die Spurenelemente Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Mangan. Er gilt als schleimlösend, appetitanregend, harntreibend und magenstärkend, hinzu kommt, dass er die Verdauung anregt und Blaseninfektionen vorbeugt. Er wird gedünstet, gedämpft oder gratiniert zu Suppen, in Eintöpfen, zu Gemüse, Salat oder in Quiches oder Tartes verarbeitet. Lauch wird übrigens aromatischer, wenn man eine kleingeschnittene Möhre mitgart.
Schwarzwurzel – gut für die Figur.
Im Geschmack ähnelt die Schwarzwurzel mit Nüssen vermischtem Spargel. Ihr Gesamtnährwert (bei einem sehr nie
drigen Kaloriengehalt), wird nur von Bohnen und Erbsen übertroffen. Und sie wirkt entwässernd und stärkt das Immunsystem. In der Regel werden Sie gekocht als Gemüse verzehrt, aber sie machen sich auch roh im Salat sehr gut. Dem Kochwasser sollte man etwas Zitronensaft und Milch hinzufügen, damit Schwarzwurzel schön weiß bleibt. Aber Achtung, der weiße Saft färbt rostrot! Schwarzwurzeln sollte man nicht aufwärmen.
Chicorée – gut für den Magen.
Kein Wintergemüse bietet mehr Vitamin-A als Chicorée. Darüber hinaus ist er reich an Kalium, Phosphor und Kalzium. Der ebenfalls enthaltene Bitterstoff Taraxin beeinflusst Appetit und Verdauung positiv und hat eine blutreinigende Wirkung.
Chicorée kann sowohl roh als auch gedünstet oder gebraten gegessen werden. Roh sollte man ihn mit Orangen oder Nüssen mischen um die Bitterkeit auszugleichen. Chicorée kann übrigens wunderbar den Magenbitter ersetzen, da er stark säurebindend wirkt.
Topinambur – die Diabetikerkartoffel.
Topinambur wurde bereits im 18. Jahrhundert weitgehend von der Kartoffel verdrängt. Zu Unrecht wie wir finden. Topinambur enthält viele Kohlehydrate, Fruchtzucker, Mineralsalze, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor und einen hohen Anteil des für Diabetiker verträglichen Kohlehydrats Inulin. Topinambur kann sowohl roh aus der Hand als auch im Salat gegessen werden. Ebenfalls empfehlenswert ist er in gebratener, gebackener, gedünsteter oder frittierter Form als Gemüsebeilage. Übrigens: Der Saft der Topinambur-Knolle ist ein hochwirksamer und durchaus leckerer Entschlackungs- und Fastentrank.
Steckrüben – vielseitige Knolle.
Steckrüben enthalten neben Traubenzucker, Eiweiß, Fett, Mineralstoffen, Carotin, Provitamin A, den Vitaminen B1, B2, C auch schwefelhaltige ätherische Öle und Nicotinsäureamid. Da die Knolle einen sehr hohen Wassergehalt hat, ist sie sehr kalorienarm. Der Geschmack ist herbsüß. Traditionell werden Steckrüben gekocht, gedünstet oder gebraten und zu Eintopf, Gemüse, Suppe oder Püree verarbeitet.
Knollensellerie – ein Aphrodisiakum?
Es gibt keinerlei wissenschaftliche Beweise, doch der Volksmund ist sich sicher, das Knollensellerie ein hervorragendes Aphrodisiakum für den Mann ist. Sicher hingegeben ist, dass Sellerie unter anderem Vitamin A und K, Natrium und Kalium enthält. Seine entwässernde Wirkung ist stärker als die von Spargel. Darüber hinaus wirkt er blutdrucksenkend, blutreinigend und entschlackend und besänftigend auf Husten. In der Regel wird er roh als Salat gegessen oder gekocht sowie gebacken als Gemüse oder Salat verzehrt. Gibt man dem Kochwasser eine Prise Zucker hinzu, wird er aromatischer, ein Schuß Milch macht das Fruchtfleisch zart.
Pastinaken – eine Delikatesse aus der Steinzeit.
Bereits in der Steinzeit stand die Pastinake auf dem Speisezettel unserer Vorfahren. Sie hat einen vergleichsweise süßlichen Geschmack mit einer leicht erdigen Note und ist reich an Kalzium und Karotin. Pastinaken sind gut bei Magen- und Verdauungsprobleme und fördern den Appetit, angeblich nicht nur den auf Essbares
. Pastinaken werden zu Gemüse, Püree und Suppen verarbeitet und können paniert oder gebacken werden. An einem kühlen, dunklen Ort gelagert, halten sie sich gut bis zum Frühjahr.
Feldsalat - Wildkraut mit vielen Nährstoffen.
Feldsalat ist ein Wildkraut, dass eigentlich auf Äckern und an Wegesrändern wächst. Unempfindlich gegen Frost verdirbt er allerdings schnell, wenn er einmal geerntet ist. Feldsalat sollte möglichst frisch verzehrt und nicht lange gelagert werden. Nur dann bekommt man die volle Dosis seiner Vitamine und Mineralstoffe. Feldsalat ist reich an Eisen, Kalium und Vitamin C - aber leider auch an Nitrat, da er davon viel speichern kann. Einen Unterschied zwischen Bio-Feldsalat und konventionell gezogenem gibt es nicht. Allerdings hat Freiland-Feldsalat niedrigere Nitratwerte, da er durch das üppige Tageslicht das aufgenommene Nitrat schnell wieder abbaut. Der im dunkleren Gewächshaus gezogene schafft das nicht so gut. Als hervorragende Ergänzung zum Feldsalat gelten Orangen, und das nicht nur geschmacklich. Das in ihnen enthaltene Vitamin C trägt dazu bei, dass das Eisen der Pflänzchen besser aufgenommen werden kann.
Donnerstag, 20. November 2008
Fertigpackungen oft beanstandet
Geschrieben von Korinna
um
10:44 Uhr
in Handel, Lebensmittel & Recht, Schon gewusst?
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Nicht nur beim Buttermilchkauf (wir berichteten) sollte man die Augen auf halten, auch bei anderen Produkten sind "Nennfüllmengenunterschreitungen" keine Seltenheit, wie die Arbeitsgemeinschaft Mess- und Eichwesen (AGME) in ihrer kommentierten Bundesübersicht veröffentlicht hat. Mehr als 7% aller 76.962 untersuchten Produkte waren zu beanstanden. Besonders häufig "zu leer" sind die Behältnisse für Baby-Junior-Kost (30%), Fleischerzeugnisse (16,2%), Wild (14,3%), sowie Obstdauerwaren (13,6%) und Spirituosen (10,8%).
Wer denkt, nur bei Fertigpackungen zuviel zu bezahlen irrt gewaltig, auch auf Wochenmärkten, beim Metzger oder in Feinkostgeschäften wird getrickst: Die rheinland-pfälzische Eichbehörde fand in einer Schwerpunktaktion bei 33% aller 500 Kontrollen einen Beanstandungsgrund. Besonders häufig wurde der Bruttopreis (Warengewicht plus Verpackungsgewicht) statt des Nettopreises (nur Warengewicht) in Rechnung gestellt, was einen Verstoß gegen die Eichordnung darstellt.
Von den Eichbehörden kommt daher der Rat, zum Abgleich der Füllmengen die in den Lebensmittelmärkten vorhandenen Obstwagen zu benutzen. Wenn die Waage bei Fertigpackungen das angegebene Gewicht oder weniger anzeigt, liegt eine Nennfüllmengenunterschreitung vor. Diese kann den Eichämtern zur Überprüfung mitgeteilt werden. Dort ist man verpflichtet, jeder Verbraucherbeschwerde nachzugehen
.



Kommentare
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