Artikel mit Tag fett
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Fettreiche Ernährung macht faul und blöd - leider.
Geschrieben von Melanie
um
10:13 Uhr
in Ernaehrung
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Auch ein Fan von Schnitzel in Rahmsauce mit Kroketten und speckumwickelten Bohnen? Ich schon, aber da gibt´s leider schlechte Nachrichten, denn wie aktuell bei aerzteblatt.de zu lesen ist, macht fettreiche Ernährung nicht nur etwas schwerfällig um die Hüfte herum, sondern auch im Kopf. Zitat: "Faul und dumm in wenigen Tagen".
Die Behauptung geht zurück auf einen Bericht der von Wissenschaftlern aus Cambridge im "Journal of the Federation of American Societies for Experimental Biology (FASEB)" veröffentlicht wurde. Sie haben sich mit den kurzfristigen Auswirkungen einer fettreichen Ernährung auseinandergesetzt. Die langfristigen Folgen fettreiche Ernährung sind hinreichend erforscht und daher auch bekannt: Fettleibigkeit, Diabetes ein angegriffenes Herz... eigentlich drei Gründe um die Rahmsoße und den Speckmantel wegzulassen und die Kroketten gegen Salzkartoffeln zu tauschen, oder noch besser, den Schnitzelteller gleich zur Seite zu schieben und gegen einen Salatteller und eine Portion Fisch zu tauschen. Doch was interessiert mich, was in 10 Jahren ist, wenn da jetzt genau in diesem Moment diese Versuchung vor mir auf dem Tisch vor sich hindampft und der Geruch des Specks dazu beiträgt, dass mir das Wasser im Mund zusammen läuft (ehrlich gesagt reicht schon der Gedanke daran)??? Ich würde sagen, es interessiert kaum bis gar nicht und schwupps ist das Schnitzel gegessen und die Sauce mit Brot weggetupft.
Mit den kurzfristigen Auswirkungen ist es da allerdings eine andere Sache. Die wurden bislang kaum erforscht. Und die haben es offenbar auch in sich. Andrew Murray und seine Kollegen untersuchten verschiedene Gruppen von Ratten, die unterschiedliche Diäten erhielten. Eine Gruppe wurde fettreich ernährt und erhielt Futter mit 55%tigem Fettgehalt, die andere wurde mit Futter mit nur 7,5%tigem Fettgehalt ernährt.
Nach nur vier Tagen war die fettreich ernährte Rattengruppe deutlich schlechter in der Lage Sauerstoff für die Energieerzeugung zu verwerten. Das Resultat davon ist eine gesteigerte Herzarbeit und langfristig auch ein vergrößertes Herz. Nach neun Tagen hatten die "Fettfutter-Ratten" Schwierigkeiten den Weg durchs Labyrinth zu finden und machten dabei mehr Fehler, als die Tiere der Kontrollgruppe. Die Ursache dafür lag in Veränderungen in den "Mitochondrien von Muskelzellen". Dank der fettreichen Diät erhielten sie "vermehrt das sogenannte Entkopplungsprotein 3, was zu ineffizienterer Leistung und somit zur beobachteten Sauerstoffverwertungsschwäche führte."
Auch wenn es schwer fällt, werde ich wohl beim nächsten Schnitzel doch noch mal über oben angesprochene Menüplan-Änderungen nachdenken, denn grade jetzt, wo der Winter kommt, es draußen immer dunkler wird und ich so langsam die Herbstdepression zu bekämpfen habe und immer fauler werde, sind die Verlockungen fett- und zuckerreicher Ernährung besonders hart zu ignorieren und ehrlich gesagt, möchte ich mir den Winter nicht unnötig härter machen, als er ohnehin schon ist



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