Artikel mit Tag foodwatch
Donnerstag, 25. Juni 2009
GfK-Studie: Vergleich von Ampel und GDA
Geschrieben von Korinna
um
13:38 Uhr
in Ernaehrung, Handel, Lebensmittel & Recht
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In der Debatte um die optimale Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln hat eine neue Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für Wirbel gesorgt.
1000 vom Marktforschungsinstitut GfK repräsentativ ausgewählte Verbraucher wurden zum Zuckergehalt zweier Frühstückscerealien von Nestlé befragt.
Von Foodwatch wird dieses Ergebnis als „vernichtend für die Ampelgegner“ eingestuft. Die „Gegner“ der Ampel, wozu auch der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) zählt, bemängeln sowohl Fehler im Aufbau der Studie als auch bei der Interpretation der Daten. Als problematisch sieht man dort, dass eine übliche Portionsgröße bei Frühstückscerealien nicht 100g beträgt. Zudem wird auf die auf über 80% der Produkten freiwillig eingeführten Nährwertkennzeichnung pro 100g verwiesen.
Die SPD hat sich inzwischen auch für eine Ampel-Nährwert-Kennzeichnung ausgesprochen und fordert von Ministerin Aigner ein stärkeres Voranbringen dieser Kennzeichnungsform in der EU.
Wie auch immer es weitergeht, wir halten Sie auf dem Laufenden
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Donnerstag, 18. September 2008
Ampel hin, Seehofer her.
Geschrieben von Melanie
um
17:30 Uhr
in Lebensmittel & Recht
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Weiter geht´s in Sachen Ampelkennzeichnung. Nachdem man sich in Brüssel, wie bereits mehrfach berichtet, momentan die Köpfe heiß diskutiert, hat Foodwatch in Deutschland eine Umfrage bei TNS Emnid beauftragt.
Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage zeigt, dass rund 84 % der Deutschen sich für die farbliche Pflichtkennzeichnung der Nährwertangaben für Zucker, Salz, Fett und gesättigte Fettsäuren auf Lebensmitteln aussprechen.Grade mal 14 % der Bundesbürger befürworten die von Minister Seehofer geforderte freiwillige Kennzeichnung.
Hintergrund der Veröffentlichung ist die heute stattfindende Konferenz der Landesverbraucherminister bei der unter anderem auch die von Horst Seehofer geforderte Variante diskutiert werden soll.
Laut Spiegel Online gilt es beinahe als sicher, dass die Landesminister sich für die verpflichtende Kennzeichnung aussprechen, ganz zum Unwillen von Horst Seehofer.
Dessen Weigerung ist ein Dorn im Auge von Foodwatch, denn die freiwillige Kennzeichnung führt, so die Verbraucherorganisation, lediglich zu einer weiteren Verunsicherung der Verbraucher. In ihren Augen ist die Ampel ein ideales Mittel um auf versteckte Zucker- oder Fettanteile aufmerksam zu machen. "Eine Nährwertkennzeichnung schützt die Verbraucher nur dann, wenn sie verpflichtend ist. Freiwillig werden die Hersteller nur solche Produkte kennzeichnen, die ohnehin unproblematisch sind", sagte Cornelia Ziehm von foodwatch. Am Beispiel von Ketchups und Salatsaucen, die foodwatch aktuell mit den Ampelfarben nach englischem Vorbild gekennzeichnet hat, werde jedoch deutlich, dass hohe Zucker- und Salzgehalte nur mit verpflichtenden Farbsignalen für den Verbraucher erkennbar sind. So wirbt der Kinderketchup "Ketchupi" von Knorr mit "30 Prozent weniger Zucker", landet bei der Ampel mit 14 Prozent Zuckeranteil aber deutlich im roten Bereich.
Foodwatch führt regelmäßig Testreihen durch, um auf solche versteckten Fett- oder Zuckerbomben aufmerksam zu machen. Die von der Industrie bereits teilweise vorgenommene GDA Kennzeichnung stösst dabei nur auf Kritik. Da Angaben zu Kalorien, Zucker-, Fett- und Natriumgehalt sich lediglich nach teilweise relativ willkürlich und auch nur schwer nachvollziehbaren Portionsangaben richtet, sieht foodwatch hier keine wirklich Hilfe für die Verbraucher.
Die Ampelkennzeichnung markiert je 100g den Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz mit Farben. Rot bedeutet "nur in kleinen Mengen hin und wieder verzehren", Gelb "es ist in Ordnung, es häufiger zu essen" und Grün "eine gesunde Wahl".
Dass die Diskussion in Brüssel noch andauert, ist übrigens kein Hinterungsgrund, denn der Verordnungsvorschlag der EU-Kommission zur Nährwertkennzeichnung erlaubt durchaus auch jetzt schon die Einführung der Pflicht zur Ampelkennzeichnung in Deutschland.Der Spiegel verweist jedoch auf Folgendes: "Wenn die Ampel künftig wirklich auf allen Lebensmitteln in Deutschland zu sehen sein soll, müsste sie EU-weit zur Pflicht werden, sagen Juristen. Sonst müsste beispielsweise ein französischer Hersteller seinen Käse in Deutschland nicht mit der Ampel versehen."
Und die EU Mühlen haben, wie bereits berichtet, auch noch dringendere Themen zu mahlen.
(Foto Quelle: Foodwatch)
Donnerstag, 7. August 2008
Noch mehr Schwermetall: Vom Cadmium jetzt wieder zum Uran
Geschrieben von Melanie
um
15:34 Uhr
in Ernaehrung, Lebensmittel & Recht, Meinungen
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Am Dienstag Vormittag warnte Foodwatch unter anderem in der Netzzeitung über den erhöhten Urangehalt im Trinkwasser (auch wir berichteten). Foodwatch meldete, dass der Richtwert von 10 Mikrogramm pro Liter bei insgesamt 150 Proben überschritten worden sei, dass das Gesundheitsministerium jedoch nicht angemessen auf die bereits seit längerem bekannte Problematik reagiere. Die Proben zeigten Spitzenwerte von bis zu 39 Mikrogramm pro Liter. Der Grenzwert für Mineralwasser, das als „für die Zubereitung von Babynahrung geeignet“ gekennzeichnet wird, liegt übrigens bei 2 Mikrogramm pro Liter. Für Leitungswasser gibt es derzeit keine verpflichtende Regelung.
Thilo Bode, Sprecher von Foodwatch, warf dem Ministerium eine „schwerwiegende Verletzung der Fürsorgepflicht vor“, denn generell gilt, dass bereits eine geringe Menge an Uran eine gesundheitsschädigende Wirkung hat.
Bereits am Dienstag Nachmittag ging das Gesundheitsministerium in die Offensive, Klaus Vater, Sprecher des Ministeriums sagte gegenüber der Netzzeitung: „Wir haben keinen Fehler gemacht. Die Umsetzung der Trinkwasserverordnung ist Sache der Kommunen.“ Weiter betont er, dass es nicht in Ordnung sei, was Bode da mache, da man bereits begonnen habe, zu prüfen, ob es sinnvoll sei, einen bundesweit einheitlichen Grenzwert einzuführen. Denn schließlich habe es bereits 2004 (!!!! Anm. der Redaktion) beim Bundesministerium Hinweise darauf gegeben, dass die teilweise erhöhten Werte die Nieren schädigen könnten.
Na, dann können wir doch alle beruhigt sein, bei den Reaktionszeiten sollten wir doch bis spätestens 2020 eine Einigung erreichen können, oder zumindest die Verantwortung effektiv in die Schuhe von jemand anderem geschoben haben...
Doch auch aus den Bundesländern kommt laut Meldung der Netzzeitung scheinbar bereits seit einiger Zeit Druck auf das Bundesministerium, man will den Verbrauchern mehr Sicherheit geben und die Unternehmen vor Imageschäden schützen. Der Trinkwassertoxikologe des Umweltbundesamtes, Hermann Dieter, verweist allerdings darauf, dass das alles kein Grund zur Panik sei, da die Gefahren insgesamt eher minimal seien. Die Meinung von Herrn Dieter steht jedoch in krassem Gegensatz zu der des unabhängigen Kieler Toxikologen Hermann Kruse, der darauf verweist, dass Uran bereits in sehr geringer Konzentration „eine schädigende Wirkung auf lebenswichtige Vorgänge in der Niere“ habe.
Während die Diskussion zwischen Foodwatch und dem Bundesministerium noch nicht am Ende ist, kommen aus anderen Gegenden bereites erste Dementi: Kulmbach meldet falsche Testergebnisse und die Unbedenklichkeit des Trinkwassers in der Region, und auch der Alb-Donau-Kreis samt Ulm dementiert die Messergebnisse von Foodwatch.
Und auch hier: Hamburg, Düsseldorf, Saarland, Hoyerswerda, Oberpfalz, Greifswald, Weinheim, Augsburg, Sachsen, Mainfranken, Kreis Böblingen/Sindelfingen, Bodenseekreis ist alles in Ordnung. Über mangelnde Presseresonanz kann sich Foodwatch tatsächlich nicht beklagen, denn auch das war natürlich nur eine Auswahl. Selten war sich Deutschland so schnell, so einig. Glücklicherweise wird mittlerweile dennoch auch auf EU-Ebene über einen Europaweit einheitlichen Grenzwert diskutiert.
Montag, 22. Oktober 2007
TV-Tipp: Der deutsche Lebensmittelmarkt bei Kerner
Geschrieben von Gerri
um
16:48 Uhr
in Ernaehrung
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Am morgigen Dienstag kommt um 22.45 Uhr bei Kerner (ausnahmsweise) ein interessantes Thema, und zwar geht es um den Lebensmittelmarkt in Deutschland. Die Gäste sind Foodwatch-Chef Thilo Bode, Köchin Sarah Wiener, Renate Künast und Matthias Horst. Letzterer ist Hauptgeschäftsführer des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde. Es soll diskutiert werden, ob und wie wir beim Essen betrogen werden, ich bin gespannt. Ach so: Eva Herman kommt nicht, auch wenn "das Essen früher ja vielleicht auch nicht schlecht war" (kleiner Scherz am Rande
).
Montag, 6. August 2007
Foodwatch findet wieder Acrylamid in Chips
Geschrieben von Gerri
um
15:24 Uhr
in Ernaehrung, Lebensmittel & Recht
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Die "Essenbeobachter" von Foodwatch haben aktuell eine Reihe (Stapel-) Chips auf Acrylamid getestet und Erstaunliches zu Tage gefördert. So haben die Eigenmarken von Lidl und Aldi die geringste Belastung vorweisen können und sind damit Testsieger bei den Stapel-Chips. Ebenso erstaunlich ist, dass bei 2 Bio-Chips schädliches Acrylamid in größerem Umfang nachgewiesen werden konnte. Bei den konventionellen Chips, das sind die, die nicht oder nur mit großen Problemen gestapelt werden können, hat Crunchips Paprika von Lorenz mit einer geringen Belastung von 240 Microgramm pro Kg gewonnen. Verlierer im Test ist wie 2006 die Firma Procter & Gamble, deren Produkt Pringles Paprika mit 1600 Microgramm pro Kg den höchsten Acrylamidwert aufweist. Selbstverständlich gibt es von Foodwatch eine entsprechende Kampagne gegen P&G, das erinnert natürlich durchaus an die guten alten Greenpeace-Zeiten von Herrn Bode. Ob es Foodwatch-Mitgliedschaften bald bei Lidl (siehe Greenpeace) gibt, ist noch offen ![]()
Den kompletten Test gibt's zum Download als PDF auf der Foodwatch-Website.



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