Artikel mit Tag fruktose
Mittwoch, 3. Februar 2010
Studie: Fruktose treibt den Blutdruck in die Höhe!
Geschrieben von Melanie
um
11:15 Uhr
in Ernaehrung
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Immer mehr Unternehmen versuchen den (offensichtlichen) Zuckergehalt der von ihnen produzierten Produkte zu reduzieren und setzen Alternativen ein, die für das ungeübte Auge nicht immer als Zuckerart zu erkennen sind. (Mehr dazu finden Sie auch in unserem Magazinbeitrag: "Versteckte Süße - hätten Sie hier Zucker erwartet?") Mit zu den beliebtesten Alternativen zählt dabei mittlerweile Fruchtzucker, oder auch Fruktose, nicht zuletzt auch, um dem Verbraucher zu suggerieren, dass es sich hierbei um eine gesunde Süße handelt, da sie schließlich aus Früchten kommt. Humbug, glauben Sie uns. Genauso unsinnig wie die Annahme, dass brauner Zucker gesünder ist, als weißer.
Die Medical Tribune stellt fest: "In den letzten zwei Jahrhunderten ging der Zuwachs des Fruchtzuckeranteils in der Nahrung parallel mit der Rate von Übergewicht, insbesondere war diese Entwicklung in den letzten beiden Jahrzehnten zu beobachten, hieß es weiter. Amerikaner verzehren heute 30 % mehr Fruktose als noch vor 20 Jahren."
Eine Forschergruppe aus Denver hat jetzt auf dem Kongress der American Society of Nephrology ihre Studie zum Fruchtzuckerkonsum vorgestellt. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Fruktose eine maßgebliche Ursache für Bluthochdruck sein kann. Sie stellten fest, dass Konsumenten, die mehr als 74 g Fruchtzucker pro Tag zu sich nahmen, und dafür sind häufig bereits 2,5 süße Softdrinks ausreichend, bereits ein deutlich erhöhtes Risiko für erhöhte Blutdruckwerte aufwiesen. 4528 freiwillige Teilnehmer über 18 Jahre wurden hierfür nach ihrem Konsum von Fruchtsäften, Soft-Drinks, Backwaren und Süßigkeiten gefragt.
Foto: Wikipedia / Romainbehar
Mittwoch, 3. Juni 2009
„Süße aus Früchten“ ist irreführend
Geschrieben von Korinna
um
14:19 Uhr
in Ernaehrung
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Eine Pressemitteilung der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V., die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten
:
"(PA) Aachen (fet) – Unter dem Deckmantel der gesunden Früchte lauert in vielen verarbeiteten Nahrungsmitteln ein zugesetzter Zucker, der dem Körper eher bitter aufstößt und Übergewicht, Diabetes sowie Gicht fördern kann.
Obst ist gesund. Demnach muss es der darin enthaltene Fruchtzucker, die Fruktose, auch sein. Diese Logik lässt viele Verbraucher täglich zu Produkten „ohne Kristallzucker“, dafür aber „mit der Süße aus Früchten“ greifen. Der Industrie kommt dieser Glaube gerade recht. So lassen sich Produkte wie Softdrinks, Joghurts und Fruchtbonbons, denen statt Haushaltszucker die süßere und preiswertere Fruktose zugesetzt ist, mit dem gesunden Image der Früchte einfach besser verkaufen.
Doch Fruchtzucker ist ein Wolf im Schafspelz. Verpackt in ein bis zwei Portionen Obst am Tag ist dieser nicht schädlich. Doch die Kombination aus Fruchtsäften und mit Fruktose gesüßten Produkten lässt uns zum Teil hohe Mengen aufnehmen. Fruchtzucker führt im Gegensatz zum Traubenzucker, der Glukose, zu einer geringeren Insulinausschüttung und galt daher jahrelang als diabetikergeeignet. Aber gerade dieser Umstand macht einen hohen Konsum schädlich. Insulin signalisiert dem Körper Sättigung. Dieses Gefühl fehlt beim Fruchtzucker nicht nur, Forscher fanden jüngst einen Mechanismus über den dieser das Hungergefühl noch verstärkt. Ein gesüßter Fruchtjoghurt dient somit allenfalls als Appetitanreger.
Im Körper geht Fruktose andere Stoffwechselwege als Glukose. Während Insulin die Aufnahme von Traubenzucker in die Zellen reguliert, überschwemmt Fruchtzucker diese ungehindert. Der Körper verstoffwechselt demnach alles was er bekommt. Zudem verfügen wir über keine Fruktosespeicher und sind gezwungen, den Zucker sofort abzubauen. Bei einem hohen Konsum wandelt die Leber diesen direkt in Fett um. Über einen längeren Zeitraum ist die Entstehung von Übergewicht somit vorprogrammiert. Besonders die Leber ist von der zunehmenden Verfettung wenig begeistert und rächt sich mit Entzündungen sowie allerlei gesundheitlichen Problemen.
Für Diabetiker geeignet - so steht es auf fruchtzuckergesüßten Diätprodukten. Doch Fruktose selbst kann in hohen Mengen Diabetes begünstigen und die Insulinunempfindlichkeit der Zellen noch verstärken. Zudem fördert der Zucker die Harnsäurebildung und somit auch Gichtanfälle."
Kontakt:
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
Frau Christine Langer
An den Frauenbrüdern 2, 52064 Aachen
Tel.: 0241 - 96 10 316
Fax.: 0241 - 96 10 316
Freitag, 8. August 2008
Jeder 4. leidet an Fruktose-Unverträglichkeit
Geschrieben von Melanie
um
16:48 Uhr
in Ernaehrung, Schon gewusst?
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Laktoseunverträglichkeit ist ein Begriff mit dem es heutzutage beinahe jeder schon mal zu tun hatte. Beinahe jeder kennt jemanden, der keine Lactose verträgt und der daher seinen Kaffee mit Sojamilch statt mit Vollmilch trinkt, und der jegliche Form von Milchprodukten entweder gänzlich meidet oder durch eines der immer häufiger auch in Supermärkten und Discountern zu findenden laktosefreien Produkte ersetzt. Fructose-Unverträglichkeit, also die Unfähigkeit Fruchtzucker richtig zu verarbeiten, ist daher ein Begriff der einem eher selten begegnet und das obwohl nach einer aktuellen Schätzung mittlerweile jeder 4. an einer sogenannten Fruktosemalabsorption leidet und jede 3. Reizdarmdiagnose auf diese Unverträglichkeit zurückzuführen ist.
Jetzt könnte man meinen, dass das alles eher undramatisch ist, denn wären die Auswirkungen gravierend, würde man vermutlich häufiger davon hören, doch das Gegenteil ist der Fall. Die Betroffenen leiden unter einem so vielfältigen Potpourrie an Beschwerden, Bauch- und Kopfschmerzen, Übelkeit, depressive Verstimmungen, Schwindel und Blähungen, dass sich die Ursache häufig nur dann identifizieren lässt, wenn man gezielt danach sucht - mit einem Atemtest (H2-Test) beispielsweise.
Die Problematik liegt nicht nur im Übermäßigen Konsum von Säften und Obst, oder obsthaltigen Produkten, sondern auch darin, dass vor allem bei "gesünderen" Produkten die Glukose durch Fructose ersetzt wird. Diese ist jedoch im Gegensatz zum normalen Zucker für den Körper nicht so leicht zu verarbeiten. Während die Glukose von Gehirn und anderen Organen regelrecht angefordert und schnell "abgearbeitet" wird, wird Fruchtzucker insulinunabhängig im Körper verarbeitet was länger dauert und dazu führt, dass die Fructose im Darm nicht so schnell absorbiert wird, sie sogar im Gegenteil häufig unverarbeitet weiter in den Dickdarm wandert und dort für die oben beschriebenen Beschwerden sorgt. Langfristig verändert sich dadurch die Darmflora, was dazu führt, das die Unverträglichkeit chronisch und die Symptome schlimmer werden.
Besserung kann in der Regel nur durch eine spezielle Diät erreicht werden, die darauf abzielt dem Körper täglich nicht mehr als 25 g Fruchtzucker pro Tag zuzuführen. Doch täuschen Sie sich nicht, das ist nicht so einfach. Ein normaler Apfel hat in der Regel schon ungefähr 11 g und viele Vollkornprodukte enthalten Fructane, die der Körper wieder in Fruchtzuckermoleküle zerlegt. Doch wer sich an die Ernährungsregeln hält spürt bereits nach kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung seines Befindens und damit sicher auch eine spürbare Steigerung der Lebensqualität - trotz Diät.
Den Atemtest kann man übrigens im Krankenhaus machen lassen und jede professionelle Ernährungsberatung kann darüber aufklären, wie man sich entsprechend ernähren kann. Adressen dafür holt man sich in der Regel am besten beim Arzt seines Vertrauens.



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