Artikel mit Tag kaffee
Freitag, 26. Februar 2010
Der Kaffee wird... nein, bleibt grün
Geschrieben von Sven
um
16:48 Uhr
in Neu im Regal
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Radikale werden bekanntlich von Medizin und Wirtschaft sehr unterschiedlich bewertet, selbst wenn es sich "nur" um Sauerstoffradikale handelt. Zum Schutz vor diesen und dem ausgelösten Alterungsprozess, sollen wir bekanntlich möglichst viele Antioxidantien zu uns nehmen. Nach Blaubeer-Smoothie, Açaí-Drink und Granatapfel-Eistee geht es mit einer Tasse Kaffee ab nächstem Monat in die nächste Runde: Nescafé Green Blend. Die nicht sonderlich angesehene aber weiterhin gut verkaufte lösliche Form des Kaffees soll damit für gesundheitsbewusste Kunden attraktiver werden. Dazu wird dieser zu rund einem Drittel aus ungerösteten, also grünen Bohnen hergestellt. Gesunder Kaffeegenuss?
Zwar erfahren wir (notgedrungen) die Quelle ("Kaffee-Polyphenole, die zu den Antioxidantien zählen"), aber wie so häufig fehlt die Menge der enthaltenen Antioxidantien. Das ist schade und lässt viel Interpretationsspielraum (von "sicher nur in Spuren enthalten" bis "alles nur Marketing") zu. Und das sogar zu Unrecht, denn Kaffee gehört auch in seiner gerösteten und für viele Menschen schmackhafteren Form bereits zu den Top-Antioxidantien, die viele von uns in größeren Mengen zu uns nehmen. (edit) Erfreulich auch, dass Nestlé hier auch die enthaltenen Dosen angibt - denn das ist leider keineswegs üblich. Also unser Appell: Bei allem, was uns Konsumenten gut tun soll, immer auch die enthaltenen Mengen angeben. Und zwar am besten gleich vorne auf dem Label. Bitte!
Freitag, 31. Juli 2009
Kaffee-Anleitungen für Hobby Baristas
Geschrieben von Andreas um 16:02 Uhr in Schon gewusst?
Wer keine Lust mehr hat sich am Tresen der unzähligen transatlantischen Kaffeehäuser innerhalb von wenigen Sekunden für ein Heißgetränk aus der schier riesigen Auswahl an Lattes, Moccas etc. entscheiden zu müssen und dabei noch Gefahr läuft, schief von der Bedienung angeschaut zu werden, weil man den Namen des Gebräus nicht richtig auszusprechen vermag, sollte besser in den heimischen 4-Wänden bleiben und da seinen Kaffee zu sich nehmen. Die genaue Zusammensetzung einiger Kaffeespezialitäten gibt es nett illustriert und mit Lautschrift versehen hier zu bewundern. So kann man sich ganz einfach zuhause einen köstlichen [caf-ay-lah-tey] zaubern.

Montag, 27. April 2009
Kaffee getestet: Lidl „Gut“ – Tchibo „Mangelhaft“
Geschrieben von Korinna
um
13:18 Uhr
in Ernaehrung, Getestet
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Stiftung Warentest hat in diesem Monat Kaffee untersucht. Davon konsumiert jeder Deutsche im Schnitt 3,1 Tassen pro Tag, das ist mehr als von jedem anderen Getränk.
Bekannterweise macht ja die Dosis das Gift und bei einer so hohen Dosis lohnt es sich deswegen besonders, die Testergebnisse einmal anzuschauen. Die komplette Auswertung gibt es – wie so oft – nur gegen eine Gebühr, die Kurzübersicht möchten wir aber nicht verschweigen:
Sieger sind – wie auch schon so oft – die Produkte der großen Discounter. Bellarom von Lidl (2,1) vor Markus Gold von Aldi Nord, Amaroy Extra und Bio Premium Röstkaffee von Aldi Süd (alle 2,2). Mit „Mangelhaft“ bewertet wurden Gran Cafe von Tchibo, Tip Gold Kaffee von Metro und A&P Kaffee Fein von Kaiser’s Tengelmann (alle 5,0).
Die anderen Großen der Branche teilen sich das Mittelfeld.
Was die Tester außerdem verraten ist, dass die meisten Kaffees gleich schmecken, sich also „in ihrem Aroma nicht signifikant“ unterscheiden. Weiterhin fiel auf, dass vier Produkte einen zu hohen Acrylamidgehalt aufwiesen: Penny Contal, Alnatura, Mona Gourmet und A&P.
Neben der Qualität der Kaffees wurde auch die Unternehmensverantwortung der Kaffeeproduzenten untersucht, dort legten die „Branchen Riesen Kraft Foods und Tchibo“ eine „eher schwache Leistung“ hin. Ausführliche Informationen dazu sowie die Übersichtstabelle gibt es hier.
Mittwoch, 9. Juli 2008
Kaffee zur Multiple-Sklerose-Vorbeugung?
Geschrieben von Korinna
um
16:00 Uhr
in Ernaehrung
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Noch eine Studie: Ratten, deren Gene auf Multiple Sklerose (MS) vorprogrammiert sind, erkrankten nicht, wenn man ihnen täglich eine Koffeeinmenge, die 6 - 8 Tassen Kaffee entspricht, verabreichte. Noch komplizierter als dieser Satz ist der Mechanismus
: Man vermutet, dass Koffein die Bindung des körpereigenen Stoffs Adenosin an seine Rezeptoren verhindert. Wenn Adenosin nicht an die Rezeptoren andockt, können keine T-Zellen in das zentrale Nervensystem gelangen. Diese T-Zellen würden letztendlich Multiple Sklerose auslösen. So die Theorie. Allerdings ist noch nicht genau geklärt, wie MS entsteht und verläuft. Man ist sich nur sicher, dass Umweltfaktoren und die Gene eine Rolle spielen. Weitere Untersuchungen müssen nun zeigen, ob regelmäßiger Kaffeekonsum beim Menschen wirklich die Symptome lindern kann.
Dickmacher Internet
Geschrieben von Korinna
um
15:35 Uhr
in Ernaehrung
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Auch wenn man das in einer Online-Redaktion nicht so gerne liest, ist das Ergebnis der von Catherine Berkey geleiteten GUT-Studie (Growing Up Today Study) eindeutig: Mädchen, die u.a. viel Zeit im Internet verbringen, sind dicker als andere. Berkey befragte für ihre Studie über 5000 junge Amerikanerinnen zwischen 14 und 21 Jahren zu deren Kaffee- und Alkoholkonsum sowie Schlaf- und Internetgewohnheiten. Am dicksten waren die Mädchen, die wenig schliefen, verhältnismäßig viel Alkohol tranken (obwohl das dort in dem Alter doch eigentlich verboten ist
? ) und lange im Internet surften. Der Kaffeekonsum konnte nicht in Verbindung zum Übergewicht gesetzt werden. Klar, dass man diese Faktoren nicht isoliert betrachten darf. Die hormonelle Veränderung der Pubertät und häufig eine Ernährungsumstelung tragen ihren Teil dazu bei, dass viele Mädchen in dem Alter zunehmen. Allerdings kann trotzdem guten Gewissens empfehlen: Mehr schlafen und weniger surfen
.
Dienstag, 8. Januar 2008
Unruhe bei Starbucks
Geschrieben von Vanessa
um
13:27 Uhr
in Lebensmittelgeschichten
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Obwohl man den Eindruck hat, die Starbucks-Läden sprießen an jeder Ecke wie Pilze aus dem Boden, ist es dennoch nicht so rosig um die Coffee-Shop-Kette bestellt. Man hat aus Verzweiflung sogar den Firmengründer wieder zurück an die Spitze des Unternehmens holen müssen. Denn das starke Wachstum der Kette ist auch Teil des Problems. In den USA machen sich die Shops schon untereinander Konkurrenz, so dicht ist dort mancherorts das Filialennetz. Und dann ist da noch der große Gegner und Konkurrent McDonalds. Auch die Burgerbrater haben Gefallen an dem Geschäft mit dem Kaffee gefunden und wollen diese Sparte ihres Unternehmens auch weiter ausbauen. Damit wird der Kaffeetrinker-Markt auch zukünftig hart umkämpft bleiben. Tja, und Starbucks? Da sind Ideen gefragt. Der neue alte Chef will jetzt die Ausbildung seiner Mitarbeiter verbessern und neue Produkte entwickeln. Die Aktionäre wird sicher nur interessieren, ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Kurs der schwachen Aktie wieder nach oben zu bringen. Und die Kaffetrinker? Da ist Starbucks oder McDonalds wahrscheinlich eh eine Grundsatzfrage. Möglicherweise dauert es sowieso noch, bis die neuen Entwicklungen über den großen Teich geschwappt sind.
Freitag, 30. November 2007
Erstes Meinl Kaffeehaus in Hamburg
Geschrieben von Vanessa
um
15:07 Uhr
in Lebensmittelgeschichten
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Da haben die Hamburger aber Glück, sie brauchen nicht mehr eine Reise nach Wien zu unternehmen, um einen Einspänner in Kaffeehausatmosphäre mit einer Tageszeitung zu genießen (obwohl Wien natürlich immer eine Reise wert ist). Hamburg kann jetzt einfach ins "Julius Meinl Kaffeehaus" gehen. Eröffnet wurde das Kaffeehaus jetzt in der Hamburger Europa Passage und verwöhnt ab nun die anspruchsvollen Hamburger mit Wiener Mehlspeisen (bin ich neidisch) und einer großen Auswahl von über 20 verschiedenen Kaffeespezialitäten. Verantwortlich für das Ambiente zeichnet sich kein geringerer als der allseits bekannte Architekt und Designer Matteo Thun.Wahrscheinlich wird alleine das schon ein Grund für viele sein mal vorbeizuschauen, denn er hat den klassischen Kaffeehausstil neu interpretiert und unserer Zeit angepasst. Allerdings hätte mir ein richtig klassisches Kaffeehaus auch sehr gut gefallen, aber oft sieht neu auf alt gemacht leider richtig sch... aus. Also los, wer wartet da noch, ab in die Europapassage und einen Apfelstrudel mit einer Kaisermelange bestellt, oder vielleicht mittags ein Wiener Schnitzel... Egal, man kommt auf jeden Fall täglich von 9 bis 21 Uhr auf seine kulinarischen und hoffentlich auch atmosphärisch auf seine Kosten. Na dann, "Küß die Hand"
Donnerstag, 27. September 2007
Aldi senkt für einige Produkte dauerhaft den Preis
Geschrieben von Vanessa
um
17:09 Uhr
in Ernaehrung, Handel
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Erst hat Aldi groß angekündigt sie müssten
unbedingt die Preise erhöhen, weil die Rohstoffpreise so gestiegen sind. Jetzt
schickt Aldi Süd einen Newsletter raus, der die dauerhafte Preissenkung von acht
Produkten in ihrem Sortiment verkündet. Anhand der Produkte kann man
festhalten, die steigenden Rohstoffpreise sind wohl am Kaffee und an Kartoffeln
vorüber gegangen. Ob man jetzt allerdings den Ernährungstipp Pommes Frites mit
einem Tässchen Kaffee rausgeben sollte, halte ich doch eher für fraglich. Wem
das zu ungesund ist, der kann ja seine Ernährungsbilanz mit einem Fläschchen
Actimel von Danone ausgleichen, der, so munkelt man, auch bald im Kühlregal von
Aldi zu finden sein soll. Aldi hält einen ganz schön auf Trab, aber wir bleiben
dran ![]()

Bildquelle: Aldi Süd
Donnerstag, 9. August 2007
Richter sprechen Machtwort bei irreführender Tchibo Werbung
Geschrieben von Vanessa
um
16:54 Uhr
in Lebensmittel & Recht
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Auch wenn Deutschland noch recht liberal in Sachen Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel ist, so kann man lange noch nicht alles durchgehen lassen.
Aktuell hat Tchibo einen Schuss vor den Bug bekommen. Das Landgericht hat dabei die Tchibo Produkte "Eduscho Gala Melange" und "Tchibo Gran Café" im Visier. Diese dürfen ab jetzt nur noch mit blickfangmäßigen Produktkennzeichnungen in Verkehr gebracht werden. Grund für diese Ansage vom Gericht ist, dass diese beiden Produkte lediglich zu 89 bzw. 90 % auf Röstkaffee bestehen und der restliche Anteil Karamell und Maltodextrin ist. Diese Kaffeemischung erhält von Tchibo dann den Zusatz "Typ Melange". Doch genau an diesem Zusatz stoßen sich die Richter. Sie halten ihn für irreführend gemäß dem Gesetz für unlauteren Wettbewerb (UWG), denn der Käufer wurde bei dem Zusatz "Melange" nie annehmen, dass es sich um einen karamellisierten Röstkaffee handelt. Und weil der Verbraucher den Kaffee für ausschließlichen Röstkaffee halten würde, sähe der Verbraucher zudem auch keinen Anlass, einen Blick auf die Rückseite der Verpackung zu werfen. Soweit die Urteilsbegründung. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, und Tchibo will natürlich Berufung einlegen.
Für die Richter in Hamburg besteht Kaffee eben aus einem Inhaltsstoff. Die von Tchibo vorgetragenen Beispiele zum Beweis des Gegenteils ließen die Richter nicht gelten. Die Richter sind wohl sehr konservative Kaffeetrinker, und haben sich noch nicht mit den neuen Kaffeetrends auf dem Markt angefreundet. Für die klagende Wettbewerbszentrale war das natürlich hilfreich.
Jedoch hat nicht nur Tchibo solch ein Urteil ereilt, auch die Firma Rhönsprudel hat kürzlich ein Urteil wegen irreführender Werbung kassiert. Ihr "Biosphärenwasser" würde laut Urteil des LG Fulda dem Verbraucher suggerieren, es sei gesünder und ökologischer als andere Mineralwasser. Rhönsprudel hat das Urteil akzeptiert und ändert die Etikettierung. Vernünftige Entscheidung, denn hier hat das Gericht wirklich im Sinne des Verbrauchers entschieden. Rhönsprudel ist wahrscheinlich einfach etwas über das Ziel hinaus geschossen.
Den Fortgang des Tchibo-Rechtsstreits werden wir dann mal gespannt abwarten,
vielleicht sind die Berufungsrichter ja hanseatische Teetrinker ![]()
Quelle: LebensmittelZeitung LZ



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