Artikel mit Tag lebensmittelkontrolle
Dienstag, 23. Oktober 2007
NRW setzt mehr Personal für die Lebensmittelüberwachung ein
Geschrieben von Vanessa
um
17:10 Uhr
in Lebensmittel & Recht
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Ab 2008 will NRW 50 Kontrollassistenten für die Überprüfung von fleischverarbeitenden Betrieben, Restaurants und Supermärkten einsetzen. Der Kontrollassistent ist ein neues Berufsbild und bis 2010 sollen dann 150 dieser ordentlich ausgebildeten Kräfte in der Lebensmittelkontrolle eingesetzt werden. Laut dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, soll damit der Druck auf Schwarze Schafe in der Lebensmittelbranche erhöht werden. NRW reagiert damit als erstes Bundesland mit personeller Verstärkung auf die jüngsten Lebensmittelskandale.
Dienstag, 28. August 2007
Erneuter Gammelfleisch-Skandal
Geschrieben von Jakob
um
22:53 Uhr
in Schon gewusst?
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"Welches Fleisch hätten Sie denn gerne in Ihrem Döner? Lamm, Hähnchen oder Gammel?" So hätte vor einiger Zeit eine Bestellung in Döner-Imbissen deutschlandweit aussehen können, stünde die dritte Option überhaupt zur Wahl. In Bayern ist jetzt nämlich von den Behörden (schon wieder) tonnenweise "Ekelfleisch" sichergestellt worden, das an einen Dönerspieß-Hersteller verkauft werden sollte. Laut Aussagen des Ehemanns der Firmenchefin, die das nur noch als Tierfutter zu verwendende Fleisch, umetikettieren ließ, seien bereits im Juli diesen Jahres zwei bzw. einer anderen Quelle zufolge 20 Tonnen verkauft und wohl auch schon verzehrt worden.
Aufgefallen ist das Ganze einem Lastwagen-Fahrer, der eine Ladung Fleisch an einem möglichst unauffälligem Ort abladen sollte, wo es dann prompt "neu etikettiert" wurde und er die Behörden verständigte.
Ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht, aber bei einer derartigen Häufung Fleischskandale, die nicht von höherer Gewalt bestimmt werden, frage ich mich einerseits, ob evtl. zu wenig (abschreckende) Kontrollen gemacht werden und andererseits, wie skrupellos einige Firmenleiter sind, wenn der Profit an erster und das Wohl der Konsumenten an allerletzter Stelle steht.
Donnerstag, 9. August 2007
Hessen meldet: "Unsere Lebensmittel sind sicher"
Geschrieben von Vanessa
um
10:34 Uhr
in Ernaehrung, Lebensmittel & Recht
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Die FAZ berichtet heute, dass laut Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Dietzel, die in Hessen angebotenen Lebensmittel sicher sind. Er stützt sich dabei auf den Jahresbericht der hessischen Lebensmittelkontrolleure für 2006 und die 25.600 Lebensmittelproben, die im Hessischen Landeslabor untersucht worden sind. Dort wurde zwar fast jede fünfte Probe beanstandet, aber lediglich 114, also nur 0,4 Prozent seien als gesundheitsschädlich eingestuft worden. Dieses gute Ergebnis führt der Minister auf die umfassende Überwachung von Lebensmitteln und Futtermitteln zurück.
Den häufigsten Anlass zur Beanstandung gab es im Bezug auf Kennzeichnungsmängel oder Abweichungen in der Zusammensetzung der Ware. Da können die hessischen Bürger also beruhigt weiter essen, denn die Beanstandungsquote bleibt seit Jahren konstant bei einem Fünftel. Konstant bleibt dagegen nicht die Anzahl der Produktkontrollen, denn die sinkt leider. Das wirkt sich zwar nicht auf die Qualität der einzelnen Untersuchungen aus, aber aus Kostengründen werden einfach weniger durchgeführt. Gespart werden muss daher leider auch an Betriebskontrollen, aber laut dem Minister wird da "risikoorientiert" überprüft, d.h. man hat besonders die Risikobranchen und Risikowaren im Visier.
Der Minister fordert zudem die Verbraucher auf, sich mit Beschwerden (natürlich auch anonym) an die Lebensmittelüberwachung zu wenden. Diesen Hinweisen werde dann nachgegangen. Die Bürger nehmen dieses Angebot bereits wahr und melden ihre Beanstandungen über www.verbraucherfenster.de. Trotz des Ergebnisses, dass die Lebensmittel sicher sind, fragt man sich, ob es sinnvoll ist, an der Überwachung und Kontrolle von Lebensmitteln zu sparen. Natürlich haben die Länder immer weniger Geld zur Verteilung zur Verfügung, aber Ernährung ist ja nun mal ein Grundbedürfnis des Menschen und bedarf besonderer Aufmerksamkeit. Die Oppositionsparteien im hessischen Landtag möchten die Anzahl an Lebensmittelkontrolleuren verstärken, von 150 Kontrolleuren ist die Rede. Mal abwarten, wahrscheinlich kann man sich schon über die Hälfte glücklich schätzen - und weiterhin selber mit offenen Augen durch die Lebensmittelwelt gehen.
Freitag, 27. Juli 2007
Ist wirklich alles Öko, wo Öko draufsteht ?
Geschrieben von Vanessa
um
16:42 Uhr
in Alles Bio
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Laut dem baden-württembergischen Minister für Ernährung und Ländlichen Raum Peter Hauk können die Verbraucher darauf vertrauen. So zumindest sein Fazit aus dem Gesamtberichts Ökomonitoring 2002-2006, danach wären Lebensmittel aus ökologischem Anbau praktisch rückstandsfrei.
Das ist die Bilanz aus 4.298 Proben Obst, Gemüse und verarbeiteten Öko-Lebensmitteln aus 34 verschiedenen Herkunftsländern, die auf Pflanzenschutzmittel-Rückstände, Umweltkontaminaten, gentechnische Veränderungen, Schimmelpilzgifte und Tierarzneimittel untersucht worden sind. Doch was wäre die Regel ohne die Ausnahme. Auch wenn 95 % der in Baden-Württemberg vertriebenen Öko-Lebensmittel ihr Öko-Siegel verdientermaßen tragen, so gibt es doch noch einen Prozentsatz, der den Voraussetzungen eines Öko-Lebensmittels nicht gerecht wird. Denn bei 5,6 Prozent der Lebensmittel wurden Pflanzenschutzmittelrückstände gefunden. Alles in allem schneidet Deutschland bei diesem Test gut ab, wohingegen die meisten Beanstandungen bei italienischer Ware zu verzeichnen waren. Besondere Übeltäter waren hier Karotten, Tomaten und Paprika. Aber auch Zuchtpilze aus den Niederlanden. Erfreulich gute Ergebnisse dagegen gab es bei Milch, Fleisch und Eiern. Grundsätzlich ist diese Untersuchung streng genommen nicht repräsentativ, weil die Anzahl der Proben zu gering ist. Allerdings wurden die Stichproben über einen Zeitraum von 5 Jahren gemacht, daher kann man sicher schon gewisse Schlüsse ziehen.
Natürlich wurden hier nur Proben in Baden-Württemberg genommen, aber dennoch ist es interessant zu erfahren, dass noch nicht überall der "echte" Bio-Standard angekommen ist bzw. doch noch immer Lebensmittelproduzenten unterwegs sind, die das Öko-Siegel einzig und allein für einen höheren Gewinn nutzen. Wahrscheinlich wäre alles andere auch naiv und würde bedeuten, dass wir in einer perfekten Welt leben. Aber dennoch machen die Ergebnisse Hoffnung, dass die 100 % Marke nicht mehr weit entfernt ist, und das ist doch schön. Und wenn weiter so fleißig kontrolliert wird, dann wird die Luft für schwarze Schafe immer dünner.
Donnerstag, 19. Juli 2007
Jahresbericht Lebensmittelüberwachung - Keine Verbesserung bei Hygiene und Kennzeichnung
Geschrieben von Vanessa
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15:34 Uhr
in Lebensmittel & Recht, Meinungen
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Aktuell ist der Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung der Länder für 2006 vom Bundesamt für Lebensmittelüberwachung veröffentlicht worden. Nur leider besteht kein Grund zur Freude. Denn die Mängel in Hygiene und Kennzeichnung bleiben auf dem Vorjahresniveau. 138 000 beanstandete Betriebe ist eine staatliche Anzahl, somit ist jeder vierte überprüfte Betrieb, der Lebensmittel herstellt, bearbeitet oder verkauft bei den Lebensmittelkontrollen aufgefallen.
Dabei fielen zwölf Prozent der Betriebe wegen Verstöße gegen die Hygienebestimmungen auf, vier Prozent haben ihre Produkte schlecht gekennzeichnet oder irreführend beworben und verpackt. Alles in allem also kein schönes Ergebnis. Da ist es ja schön und gut, ein Verbraucherinformationsgesetz (VIG) zu verabschieden, aber Verbraucher informieren sich über Betriebe doch nicht, weil sie Langeweile haben, sondern dann, wenn ein Problem aufgetreten ist. Also wenn ein Lebensmittel unangenehm aufgefallen ist. Vielleicht sollte sich die Regierung überlegen, mehr Geld für die Lebensmittelüberwachung zur Verfügung zu stellen, damit Kontrollen in kürzeren Abständen und engmaschiger durchgeführt werden können. Denn Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser oder Vorsicht ist besser als Nachsicht. Wie auch immer, bei diesen Zahlen wäre dem Verbraucher sicher wohler, wenn er wüsste, dass den Betrieben noch strenger auf die Finger geschaut wird, damit der nächste Jahresbericht deutlich besser ausfällt.



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am Sonntag, 29.07.2012 um 18:40 Uhr:
Ein Döner Schneide Roboter! Ich liebe meine Spezies!