Artikel mit Tag nestle
Dienstag, 23. März 2010
Transparenz und Information – Warum reden, wenn man auch mauern kann.
Geschrieben von Melanie
um
16:45 Uhr
in Handel
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Als wir vor etwas mehr als zwei Jahren mit das-ist-drin an den Start gegangen sind, sind wir oft auf Verunsicherung gestoßen, da viele scheinbar nicht wussten, wie sie uns einordnen sollen. Die Verbraucherschützer "verdächtigten" uns, mit der Industrie zusammenzuarbeiten, die Hersteller und Händler vermuteten in uns einen "militanten Ableger" von Foodwatch und die Verbraucher hielten uns wechselweise mal für das eine oder das andere.
Dadurch war es für uns mitunter nicht immer ganz einfach, an qualitativ hochwertige Produktinformationen zu kommen. Unser Grundgedanke war und ist eine offene Plattform, die von allen (Herstellern, Händlern, Konsumenten und Verbraucherschützern) gleichermaßen bespielt werden kann. Also quasi eine neutrale Zone, in der es allen, die mitmachen, erst mal nur um das eine geht - transparente Informationen.
Während der Zuspruch nutzerseitig von Beginn an, aller Verunsicherungen zum Trotz, sehr groß war und wir schnell viele und vor allem auch aktive Nutzer gewinnen konnten, war die Reaktion herstellerseitig eher verhalten. Mittlerweile sieht das glücklicherweise ein wenig anders aus. Bereits über 70 Hersteller, darunter beispielsweise Brandt Zwieback, Omira, Almondy, Bionade, Proviant Berlin, Wagner,... haben mittlerweile einen Hersteller-Account und pflegen und aktualisieren ihre Produkte regelmäßig. Hersteller wie Andechser, Weihenstephan oder beispielsweise Coppenrath & Wiese haben uns Zugang zu ihren Händlerdatenbanken gewährt und geben damit erweiterte Produktinformationen frei, die wir wiederum Euch zur Verfügung stellen können.
Doch es gibt auch andere Beispiele. Ein namhafter Hersteller von Süßwaren, die gleichermaßen Kinder und Erwachsene froh machen sollen, beantwortet unsere Anfrage nach Zutaten und Zusatzstoffen seiner Produkte mit folgendermaßen:
"Nach Rücksprache mit dem Leiter der Unternehmenskommunikation müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir Ihnen unsere Zutatenlisten, Nährwerte etc. nicht zur Verfügung stellen werden.
Gerne können Sie jedoch auf unsere Webseite www.haribo.de verlinken. Dort haben Verbraucher die Möglichkeit Fragen über unsere Produkte direkt an uns zu richten.
Wir hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende."
(Der Bitte um Verlinkung sind wir dann hiermit nachgekommen.) Und ein nicht weniger namhafter Hersteller von Tütensuppen und -soßen stellt uns auf Anfrage, Zutaten und Allergene von zwei Produkten zur Verfügung, vermerkt aber auch folgendes:
"Nach Rücksprache mit unseren Fachabteilungen möchten wir keine weiteren Produktpräsentationen auf das-ist-drin.de.
Wir bitten um Verständnis und verbleiben
mit freundlichen Grüßen"
Ein Wunsch dem wir in dieser Form natürlich nicht nachkommen können, da wir auch weiterhin eine offene Plattform bleiben möchten. Wir müssen jedoch insgesamt feststellen, dass Händler und Hersteller, ganz unabhängig von der Diskussion um Ampel oder GDA offener und transparenter in ihrer Kommunikation werden. Eine Entwicklung, die hoffentlich auch durch die Entscheidung der EU gegen die Nährwertampel und für eine erweiterte Nährwertkennzeichnung noch weiter befeuert wird. Wir sind uns sicher, dass umfassende Information dazu beitragen kann, dass Verbraucher sich wieder verstärkt damit auseinandersetzen, was sie zu sich nehmen und wir auf diesem Weg über kurz oder lang wieder in Richtung einer gesünder ernährten Gesellschaft kommen.
Deshalb reden und nicht mauern! Bei allen, die wir uns in den letzten zwei Jahren so tatkräftig unterstützt haben, sagen wir jetzt einfach mal DANKE! Wir hoffen ihr begleitet uns weiter so aktiv und bringt noch den ein oder anderen Freund mit
Freitag, 26. Februar 2010
Der Kaffee wird... nein, bleibt grün
Geschrieben von Sven
um
16:48 Uhr
in Neu im Regal
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Radikale werden bekanntlich von Medizin und Wirtschaft sehr unterschiedlich bewertet, selbst wenn es sich "nur" um Sauerstoffradikale handelt. Zum Schutz vor diesen und dem ausgelösten Alterungsprozess, sollen wir bekanntlich möglichst viele Antioxidantien zu uns nehmen. Nach Blaubeer-Smoothie, Açaí-Drink und Granatapfel-Eistee geht es mit einer Tasse Kaffee ab nächstem Monat in die nächste Runde: Nescafé Green Blend. Die nicht sonderlich angesehene aber weiterhin gut verkaufte lösliche Form des Kaffees soll damit für gesundheitsbewusste Kunden attraktiver werden. Dazu wird dieser zu rund einem Drittel aus ungerösteten, also grünen Bohnen hergestellt. Gesunder Kaffeegenuss?
Zwar erfahren wir (notgedrungen) die Quelle ("Kaffee-Polyphenole, die zu den Antioxidantien zählen"), aber wie so häufig fehlt die Menge der enthaltenen Antioxidantien. Das ist schade und lässt viel Interpretationsspielraum (von "sicher nur in Spuren enthalten" bis "alles nur Marketing") zu. Und das sogar zu Unrecht, denn Kaffee gehört auch in seiner gerösteten und für viele Menschen schmackhafteren Form bereits zu den Top-Antioxidantien, die viele von uns in größeren Mengen zu uns nehmen. (edit) Erfreulich auch, dass Nestlé hier auch die enthaltenen Dosen angibt - denn das ist leider keineswegs üblich. Also unser Appell: Bei allem, was uns Konsumenten gut tun soll, immer auch die enthaltenen Mengen angeben. Und zwar am besten gleich vorne auf dem Label. Bitte!
Montag, 30. März 2009
Rückruf: Nestlé-Schöllers Kindereis "Disney Princess" ist mit Plastiksplittern verunreinigt.
Geschrieben von Melanie
um
10:53 Uhr
in Rueckrufe
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Nach der Verletzung eines Kinds hat der Lebensmittelkonzern Nestle-Schöller die Auslieferung seines Kindereisprodukts „Disney Princess“ gestoppt. Das sagte der Sprecher der Nestle Deutschland AG, Hartmut Gahmann, dem „Tagesspiegel“. Zuvor war einem vierjährigen Mädchen aus Berlin beim Eisessen ein fingernagellanger, spitzer Splitter aus Plastik im Hals stecken geblieben. Das Eis stammte aus einem Disney-Spielekoffer mit einem Kunststoffeisbecher, der nach Angaben des Unternehmens neu auf dem Markt ist und in begrenztem Umfang in Freizeitparks, Tankstellen und einzelnen Gastronomiebetrieben erhältlich ist. Die Mutter des Kindes hatte am äußeren Stanzrand des Eisbechers noch einige dünne, spitze Plastikstacheln entdeckt. Im Labor werden nun mehrere Proben von kombinierten Speiseeis-Spielzeugprodukten der Herstellerfirma untersucht, um zu prüfen, ob etwa die Stanzung des Becherrandes fehlerhaft ist oder ob die Plastiknadel möglicherweise vom Koffer selbst abgesplittert ist. Wie die Zeitung schreibt, wurden nach Auskunft der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutzunverzüglich die zuständigen Bundesbehörden und das Herstellerland Spanien informiert.
Bild: (c) Nestlé-Schöller
Mittwoch, 28. Januar 2009
Kopiert Nestlé den AID-Ernährungsführerschein?
Geschrieben von Korinna
um
12:53 Uhr
in Ernaehrung, Handel, Lebensmittelgeschichten, Meinungen
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Seit 2007 wird vom AID ein sog. Ernährungsführerschein für Kinder angeboten. So sollen bereits Grundschulkinder an eine ausgewogene Ernährung herangeführt werden und Spaß am Umgang Lebensmitteln bekommen. In einer Studie (wir berichteten) wurde schon gezeigt, dass aufgeklärte Grundschüler weniger Probleme mit ihrem Gewicht haben. Der Ernährungsführerschein, der bereits die Kleinen über gesunde Ernährung aufklärt, ist also eine runde Sache.
Diesen Trend hat man auch beim größten Lebensmittelkonzern der Welt - Nestlé - erkannt. In einem Interview mit dem Focus gab der Vorstandsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG bekannt, dass sein Unternehmen in Ernährungskursen Grundschülern die Grundlagen für gesunde Ernährung vermitteln will.
Davon ist man beim AID natürlich nicht begeistert: „Die originäre Idee dieser in Europa einmaligen Initiative stammt ausschließlich aus unserem Hause und wurde innerhalb eines Jahres von einem interdisziplinären wissenschaftlichen Expertenteam entwickelt, in umfangreichen Praxistests erprobt und mit außerordentlichem Engagement in die Schulen getragen“, so Dr. Margret Büning-Fesel, geschäftsführender Vorstand.
Seit mehr als 50 Jahren arbeitet der AID-Infodienst Informationen aus Wissenschaft und Praxis verständlich auf. Er wird mit öffentlichen Mitteln gefördert und kann das Wissen um eine gesunde Lebensweise frei von kommerziellen Interessen oder Werbung vermitteln. Bleibt die Frage, ob das bei einem Ernährungsführerschein von Nestlé auch der Fall sein wird
?
Mittwoch, 7. Januar 2009
Nestlé vom Iran boykottiert?
Geschrieben von Korinna
um
15:19 Uhr
in Aus aller Welt
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In der LZ ist zu lesen, welche Auswirkungen der Krieg im Gaza-Streifen u.a. auch auf die Ernährungsindustrie hat:
"Der Iran hat als Zeichen der Solidarität mit der radikalislamischen Hamas ein Verbot von Unternehmen angekündigt, die teilweise in israelischem Besitz sind. Dies meldet die Nachrichtenagentur IRNA mit Berufung auf den iranischen Industrieminister Ali Akbar Mehrabian.
Möglicherweise sei auch Nestlé davon betroffen. Iranische Hardliner haben zum Beispiel Unternehmen wie dem Lebensmittelkonzern Nestlé vorgeworfen, teilweise in israelischer Hand zu sein, und gefordert, das Unternehmen des Landes zu verweisen. Nestlé-Produkte sind im Iran verbreitet."
LZ|NET/hed.
Montag, 22. September 2008
Chinesischer Milchpulverskandal trifft Nestlé
Geschrieben von Melanie
um
14:21 Uhr
in Ernaehrung
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Nachdem am Freitag letzter Woche bekannt wurde, dass der chinesische Milchpulver-Skandal sich nicht nur auf Milchpulver sondern auch auch Milch ausweitet, kommt jetzt die nächste die Meldung, dass auch Nestlé in den Skandal verwickelt ist. Nestlé bestätigt zwar die Vorwürfe, verweist jedoch darauf, dass das betroffene Produkt nicht für Kinder gedacht ist, sondern ausschließlich in der Gastronomie eingesetzt wird. Darüber hinaus, sei der Melamin Anteil so gering, dass "ein einjähriges Kind mit einem Gewicht von 7,5 Kilogramm drei Packungen oder 3,38 Liter pro Tag trinken müsste, um eine gefährliche Dosis zu erreichen. Der normale Konsum sei ungefährlich." Dennoch wird das Produkt jetzt in Hong Kong vom Markt genommen. Der Konzernsprecher von Nestlé verwies darauf, "dass es in Hongkong keine Grenzwerte für die giftige Chemikalie gebe. 'Spuren davon findet man aber praktisch immer, wenn auch in so geringen Mengen, dass sie nicht schädlich sind.'"
Laut Welt am Sonntag, liegt die Problematik in China vor allem im Konkurrenzkampf um den Milchmarkt, dieser sei im letzten Jahr eskaliert. "Der Preis für einen Liter Frischmilch sei im Supermarkt auf einen Euro gestiegen, doch die Erhöhung kam nicht den Bauern zugute, für sie stiegen vielmehr alle Preise vom Futter bis zur Energie um 40 Prozent. Ihr Abgabepreis für Milch fiel zugleich wegen des zu großen Angebots und des Drucks durch ausländische Anbieter, die viel günstiger sind. Am Ende des Tages verdienen Chinas Milchbauern umgerechnet nur 0,1 Cent pro Liter, die Zwischenhändler kommen auf einen Cent, der verarbeitende Konzern auf ein paar Cents. Wie sollen sie davon leben? 'Alle verdienen nur, wenn sie unehrlich sind', so der Fachmann, der anonym bleiben will."
20 Kilo Melamin kosten rund 20 €, die Milchpulverhersteller setzen es ein, um ihr Produkt bis zu einem Viertel aufzustocken, da Melamin in Wassermilch aufgelöst einen höheren Nährwert für das Gemisch vortäuschen kann als es wirklich hat.
Mittlerweile sind in China rund 53.000 Kinder erkrankt und vier gestorben, 104 zeigen aktuell schwere Krankheitssymptome. Laut Welt.de gingen die Meldungen, dass die Milch des Sanlu Konzerns Erkrankungen bei Kindern hervorrief, bereits seit März beim Konzern und den zuständigen Behörden ein. Von Eltern und Kindernärzten. Jetzt hat sich die WHO eingeschaltet und versucht aufzuklären, warum es so lange gedauert hat, den Skandal öffentlich werden zu lassen.
Mittwoch, 25. Juni 2008
Nestlé fordert großzügigere Gentechnikregelungen
Geschrieben von Korinna
um
15:56 Uhr
in Ernaehrung, Lebensmittel & Recht
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Peter Brabeck von Nestlé fordert die EU auf, die Auflagen für gentechnisch veränderte Organismen großzügiger zu gestalten. Die Financial Times zitiert ihn wie folgt: "Ohne gentechnisch veränderte Organismen lässt sich dieser Planet nicht ernähren. Es [Gentechnik] ist eine der sichersten Technologien überhaupt und viel sichererer als die in Europa so modernen biologischen oder ökologischen Produkte." Mal abwarten, wie die EU auf die Argumentation des Verwaltungspräsidenten des größten Lebensmittelkonzerns der Welt reagiert und wie diese Forderung die ohnehin unendlich scheinende Gentechnikdebatte weiter anheizt.
Bildquelle und Copyright: Wikipedia
Freitag, 28. September 2007
Yes Torty wieder da!
Geschrieben von Vanessa
um
18:49 Uhr
in Handel, Neu im Regal
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Zu Schulzeiten haben wir uns in den Pausen gerne
mal ein Yes Torty gegönnt. Ach, war das lecker! 2003 wurde der Kuchenriegel dann vom Markt genommen.
Seit September ist Yes Torty wieder im Handel. Wer also um den Verlust des
Kuchenriegels getrauert hat, der kann jetzt bei Plus
Geburtstags-Preisknaller-Aktion zuschlagen und sich einen kleinen Vorrat
anlegen. Wermutstropfen, Nestlé hat auf die Verpackungen "Nur für kurze
Zeit" aufgedruckt. Verstehe also wer will, warum Nestlé diese Süßigkeit
hat wiederauferstehen lassen und das offensichtlich nur für kurze Zeit. Auf der
Homepage von Nestlé waren jedenfalls dazu keine Informationen zu finden. Also,
bleibt nur: Genießen so lange das "Yes Torty-Glück" dauert ![]()
Freitag, 24. August 2007
Großbritannien überprüft die Ampelkennzeichnung
Geschrieben von Vanessa
um
17:24 Uhr
in Ernaehrung
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Während Deutschland noch intensiv darüber nachdenkt, ob eine Ampelkennzeichnung überhaupt bei uns eingeführt werden soll, überprüft Großbritannien die Effizienz ihrer Nährwertkennzeichnung. Die Lebensmittelbehörde FSA (Food Standard Agency) hat für diese großangelegte Studie sogar rund 735 000 Euro zur Verfügung gestellt. Man möchte mit Hilfe dieser Studie herausfinden, ob Verbraucher die Kennzeichnung auch richtig verstehen. Gleichzeitig möchte man natürlich auch überprüfen, wie die GDA-Kennzeichnung, die von Händlern und Konzernen wie Unilever und Nestlé angewandt wird, die Verbraucher beeinflusst. Die GDA-Kennzeichnung orientiert sich an der zulässigen Tagesdosis. Vielleicht könnte eine kombinierte Kennzeichnung ja die beste Lösung sein, aber genau das muss die Studie erst noch untersuchen.
Während in Deutschland die Ernährungsindustrie die Ampelkennzeichnung kategorisch
ablehnt, sind die Verbraucherschützer und viele Politiker der Meinung, der
Verbraucher brauche sie aber dringend. Und weil dem Staat die Bürger am Herzen
liegen, lässt sich unser Bundesverbraucherschutzminister auch nicht mehr lange
bitten, und wird auf der Anuga im Oktober die neu entwickelte und noch nie da
gewesene Nährwertkennzeichnung (von seinem Ministerium mit der
Ernährungsindustrie zusammen entwickelt) vorstellen. Viele werden jetzt sicher
schon nervös, die Spannung kaum ertragend, an den Fingernägeln kauen, aber da
kann ich nur sagen: Bitte noch etwas Geduld, sobald das Geheimnis gelüftet
wurde, werden wir natürlich sofort bei das-ist-drin.de berichten - fest
versprochen ![]()
Dienstag, 24. Juli 2007
Auch Cola light ist nicht harmlos
Geschrieben von Vanessa
um
11:16 Uhr
in Ernaehrung, Produkte, Schon gewusst?
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Wer trinkt nicht gerne mal ein Glas Cola - ist ja auch lecker. Doch dann überkommt einen doch oft das schlechte Gewissen, vor dem inneren Auge erscheint das Bild: Jede Menge Zuckerwürfel, die neben eine Flasche Cola gestapelt liegen. Und soviel Zucker will man ja eigentlich gar nicht zu sich nehmen. Ein guter Ausweg scheinen da doch Diätsoftdrinks zu sein, Cola light etc. Lange Zeit waren light-Getränke ja wegen des Süßstoffs ins Gerede gekommen, der Krebs auslösend sein soll. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was aus dieser Behauptung geworden ist, vielleicht gibt es für diese Vermutung noch keine endgültigen Langzeitstudien-Ergebnisse. Allerdings ist das nach aktuellen Forschungsergebnissen auch nicht das einzig Problematische an Diätsoftdrinks. Wie der Focus aktuell meldet, haben Forscher aus Boston in einer Studie herausgefunden, dass große Mengen Softdrinks (also täglich mehr als einen) das Risiko steigern am metabolischen Syndrom zu erkranken. Unter dem metabolischen Syndrom versteht man die oft starke Zunahme an Gewicht, häufigeres Erkranken an Diabetes, sowie ein erhöhtes Infarkt-Risiko.
Laut Studie steigert schon mehr als ein Softdrink pro Tag das Risiko, am metabolischen Syndrom zu erkranken, um 48 Prozent. Und wenn man jetzt denkt, man hätte dieses Risiko mit Diät- und light-Softdrinks für sich reduziert, der irrt gewaltig. Denn da erhöht sich das Risiko sogar um 50 bis 60 Prozent. Dieses Resultat hat sogar die Forscher überrascht, die nun den genauen Zusammenhang zwischen Softdrinkkonsum und metabolischem Syndrom weiter erforschen wollen.
Vielleicht sollte dieses Ergebnis Anlass geben, häufiger Wasser oder Schorlen statt Softdrinks zu konsumieren, oder es einfach handhaben wie in der Kindheit, da war Limo, Cola oder Spezi ein Getränk für besondere Anlässe. Diese Getränke durften wir immer im Restaurant, Familienfeiern oder im Urlaub bestellen.
Aber wahrscheinlich überrascht die meisten das Ergebnis der Studie sowieso nicht, denn für gesund oder harmlos hat man Softdrinks ja schon lange nicht mehr gehalten. Daher erscheint die Entscheidung von Nestlé, sich nicht mit Pepsi zusammenzuschließen, doch eine weise Entscheidung zu sein. Denn wer seinen Konzern auf Wellness und gesunde Ernährung einschwört, der sollte Softdrinks wohl nicht in sein Repertoire aufnehmen.



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