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Mittwoch, 15. August 2007
Haub erwägt Verkauf von Discounter Plus
Geschrieben von Gerri
um
11:40 Uhr
in Handel
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"Kleine Preise, große Sorgen", so titelt heute die in der Regel gut informierte FTD. Offensichtlich läuft es bei Tegelmann und insbesondere beim Discounter Plus alles andere als rund, lediglich Obi und kik haben eine zufriedenstellende Performance abgeliefert. In Bezug auf das vergangene Geschäftsjahr des Discounters Plus, mit 9,3 Mrd. Umsatz größtes Pferd im Imperium der Eigentümer-Familie Haub, verkündet Tengelmann Chef Karl-Erivan Haub, "man habe nicht den gewünschten Geschäftserfolg erzielt". Das sitzt und muss nicht weiter kommentiert werden.
Erwogen wurde bereits ein Verkauf/ Zusammenschluss mit der Edeka-Tocher Netto oder Rewe-Discounter Penny, mit letzteren haben angeblich bereits Gespräche stattgefunden. Branchenkenner schätzen den Kaufpreis auf 750 Mio. Euro, keine kleine Summe, aber dafür gibt's ja auch die kleinen Preise dazu.
Die Probleme bei Plus sind wohl vielschichtig, teilweise hausgemacht und teilweise branchenspezifisch. Zum einen sucht Plus schon seit geraumer Zeit nach seiner Positionierung gegenüber Aldi und Lidl, das scheint nicht sonderlich gelungen zu sein, obwohl man bei Plus durchaus neue Wege ging. So war Plus der erste Discounter mit einem etwas umfangreicheren Bio-Sortiment, Aldi ist damit erst seit wenigen Monaten rausgekommen. Auch im Marketing war man bei Plus in den letzten Jahren recht umtriebig, die "kleinen Preise" waren omnipräsent (leider) und als Sonderaktionen gab es vom Einfamilienhaus bis zur vollgetankten 747 eigentlich alles. Trotzdem reicht das offensichtlich nicht aus, dass wieder mehr Konsumenten "prima leben und sparen" wollen, was noch der alte Plus-Claim verhieß. Mit dem Nonfood-Waterloo war Plus ja nicht alleine, das "Ende von Geiz ist geil" ließ auch bei den Wettbewerbern die Lager mit Bohrmaschinen, Haartrocknern und Angelsets überquillen. Aldi hatte ja zwischenzeitlich mal mit dem Konzept "1001 Gelegenheiten" in Mannheim versucht, wieder Platz zu schaffen., keine Ahnung, was daraus geworden ist.
Das andere und vielleicht größte Problem ist hausgemacht und betrifft die Plus-Märkte, die sich teilweise, und das können wir hier aus leidvoller Erfahrung bestätigen, in wirklich desaströsem Zustand befinden. Das kann man wirklich nicht beschreiben, das muss man einfach gesehen haben, wobei das Desaster auch durchaus auf die Mitarbeiter zutrifft. Meine Kollegen Alex und Jakob haben erst kürzlich beschlossen, besagten Laden lebenslang nicht mehr zu betreten. Ich kenne allerdings auch einige andere Märkte, die neu gebaut oder renoviert wurden, die finde ich wiederum recht gut. Lange Rede kurzer Sinn: Längst sind nicht alle Märkte auf einem vernünftigen Niveau und die geplanten Umbau-Maßnahmen haben die Eigentümer wohl vorerst gestoppt. Das ist natürlich, um in der Plus-Sprache zu bleiben, purer Wahnsinn - die Methode hinter selbigem blieb mir bislang vorerst verborgen. Wobei die Grenze zwischen Wahnsinn und Schwachsinn doch recht fließend ist...
Mittwoch, 18. Juli 2007
Plus: Kleine Verpackungen zum kleinen Preis
Geschrieben von Vanessa
um
10:22 Uhr
in Handel, Neu im Regal
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Plus bietet mit der neuen Marke "Für den Kleinen Kauf" Produkte in kleinen Verpackungseinheiten. Als Zielgruppe hat man da Singles, ältere Menschen und kleine Haushalte im Visier. Könnte dies vielleicht der Start einer Gegenbewegung sein? Momentan vorherrschend ist ja eher der Trend zu größeren Verpackungen z.B. mit Gratis Zusatzmengen. Viel stärker werben die Hersteller und der Handel mit Angeboten, die zum Mehrkauf animieren sollen - Kaufe 4 Zahle 3. Da ist es doch fast schon eine Revolution, den Käufer zum Kauf von kleinen Verpackungen zu animieren. Eigentlich schade, dass kleine Verpackungseinheiten eher eine Seltenheit in den Supermarktregalen darstellen, gerade wenn man die Statistiken zu den Ein-Personen-Haushalten in Deutschland kennt. Aber wahrscheinlich hat man die kleinen Verpackungseinheiten bislang abgestraft, weil sie im Verhältnis zu den größeren Einheiten keine Ersparnis darstellten. Wahrscheinlich überlegt man beim Einkauf eher, ob das Produkt ein guter Deal ist, statt: Oh Mann, so viel Käse esse ich nie, der wird mir schlecht. In einer Wohlstandsgesellschaft hat man wahrscheinlich weniger Probleme damit, Lebensmittel wegzuwerfen, als einen guten Deal verpasst zu haben.
Aber vielleicht überlegen sich andere Handelsketten auch kleinere Verpackungseinheiten anzubieten für diese riesige Zielgruppe. Obwohl man sich schon fragt, warum bei "Für den Kleinen Kauf" auch Duschgel angeboten wird. Und auch auf die Preise werden wir wohl noch mal einen Blick werfen, ob denn die Grundpreise der unterschiedlichen Verpackungsgrößen gleich geblieben sind. Nicht dass die „Kleinen Preise“ schon erwachsen geworden sind.
Donnerstag, 12. Juli 2007
Bionade verklagt Discounter Plus
Geschrieben von Gerri
um
10:12 Uhr
in Lebensmittel & Recht
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Wie die FTD heute vermeldet, erwirkte die Bionade GmbH vorgestern am Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen Plus und das Frankfurter Brauhaus. Das von Plus vertriebene Produkt Maltonade soll, insbesondere was das Design der Flaschen angeht, doch sehr stark der Bionade ähneln. Offensichtlich hat der unglaubliche Erfolg der Bionade eine ziemliche Welle ausgelöst, Beck's arbeitet ja auch schon länger an dem Thema, wie wir bereits berichtet haben. Außerdem soll wohl LIDL in Zusammenarbeit mit dem Billig-Brauer Oettinger in ähnliche Gefilde vorstoßen wollen. Wir sind gespannt wie es weiter geht, auf jeden Fall scheint da ziemlicher Druck auf dem (Brau-) Kessel zu sein.
Sonntag, 8. Juli 2007
(Rinder-) Wahnsinn bei Plus?
Geschrieben von Gerri
um
12:15 Uhr
in Handel, Produkte
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Ich habe es ja schon mal geschrieben, dass der stärkere regionale Bezug von Produkten durch Plus durchaus zu begrüßen ist. Und die entsprechende Aufbereitung in den Werbe-Maßnahmen ist nur konsequent, möglicherweise auch der Ursprung des Schaffens. Aber wer ist denn auf die Idee gekommen, das als Wahnsinn zu bezeichnen? "Genuss aus der Heimat! Das ist ein Wahnsinn!" Da fühle ich mich doch ein bisschen unwohl beim Lesen, zumal ich Wahnsinn und Heimat bisher nur mit Moik, Silbereisen und der fossilen Carolin Reiber in Verbindung gebracht habe.
Sind wir jetzt schon so weit gekommen, dass sich Leute das überhaupt nicht mehr vorstellen können, dass Milch nicht einmal um die ganze Welt gefahren wird, um dann letztlich im Kühlregal zu landen? Geht das dann weiter nach dem Motto: Ist ja völlig irre, Erdbeeren vom Bauern um die Ecke! oder: Total durchgeknallt, Forellen aus dem Teich hinter'm Haus!? Keine Ahnung wer da wahnsinnig geworden ist, aber die Rinder sind es ausnahmsweise mal nicht...

Donnerstag, 28. Juni 2007
Orangenzellen - Orangen in Zellen?!
Geschrieben von Gerri
um
20:37 Uhr
in Getestet
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Ein ausgiebiger Zahnarztbesuch hat mich heute zur Aufnahme ausschließlich flüssiger Nahrung veranlasst. Also habe ich mir einen Viva Vital Smoothie gegönnt, für den oder das der Kai Pflaume so nett trommelt. Schmeckt ehrlichgesagt nicht schlecht, ist halt püriertes Obst. Wenn man sich dafür nicht so einen tollen Namen ausgedacht hätte, würde das vermutlich keiner kaufen. Also "Pürri - das pürierte Obstgetränk" wäre in Zeiten globalisierter Namensgebung wohl ein Ladenhüter. Naja, auf jeden Fall steht ausführlich drauf was drin ist, da wird echt jede Beere per Hand gezählt, u.a. 15 Himbeeren und 25 Holunderbeeren. Respekt, das schafft auf jeden Fall Arbeitsplätze
Am meisten fasziniert haben mich jedoch die Orangenzellen, die kannte ich bisher nicht. Eine Google-Blitz-Umfrage brachte lediglich 219 Ergebnisse, scheint also eine seltene Spezies zu sein. Selbst Pürri bietet 411 Ergebnisse, dies nur mal am Rande. Als 4. Suchergebnis kam eine Seite, die sich mit Grenzwissen, Verschwörungen und Ufologie auseinandersetzt. Das bestätigte natürlich meinen Verdacht, dass Orangen in Zellen nicht normal sind. Nun ja, letztlich scheinen Orangenzellen im globalen Juice-Business ganz normale Waren zu sein, bei der Firma Trade Work ("for the taste in it") kann die auf alle Fälle aseptisch oder gefroren aus Spanien oder Brasilien bestellen. Könnte aber auch nur Tarnung sein...
Montag, 25. Juni 2007
Support your local Landwirt
Geschrieben von Gerri
um
15:33 Uhr
in Handel, Neu im Regal
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Frei nach diesem Motto gibt es jetzt beim Discounter Plus lokale Milchprodukte der Eigenmarke “Alpa”.
Wenn wir jetzt bei Plus „Alpa“ – Milch, Sahne oder Quark kaufen, dann sehen wir auf der Verpackung eine Landkarte abgebildet. So weiß der Verbraucher ganz genau, in welchem Ort der Region die Milch für das Produkt gemolken bzw verarbeitet wurde. In unserem Fall Nordrhein-Westfalen kommt die Milch nun aus Köln, und zwar um genau zu sein von Campina (DE NW 401 EG). Vorher kam die Milch wohl von unterschiedlichen Anbietern, die letzte, die wir hier bei Plus (bei dem man übrigens eine Nasenklammer braucht) gekauft haben, kam von den Milchwerken Fulda Lauterbach eG (DE HE 007 EG).
Das ist doch mal ein sinnvoller Ansatz, dass auch die Discounter die regionalen Lebensmittelproduzenten für ihr Sortiment bzw. Marketing entdeckt haben. Und wir Verbraucher freuen uns über die netten Begleiterscheinungen wie frische Produkte, die aufgrund der Nähe zum Geschäft nur kurze Wege zurücklegen mussten. Und nebenbei freut sich auch noch die Öko-Bilanz.
Vielleicht stellt uns Plus ja auch bald die Milchkühe vor, dann hätte man einen noch viel besseren Bezug zum Produkt ![]()



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