Artikel mit Tag zusatzstoffe
Mittwoch, 19. August 2009
Technische Hilfstoffe - nicht zulassungspflichtiger Bestandteil der Lebensmittelherstellung.
Geschrieben von Melanie
um
15:35 Uhr
in Ernaehrung, Lebensmittel & Recht
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Neben den Inhaltsstoffen und Zusatzstoffen werden vielen Lebensmitteln auch „Technische Hilfsstoffe" zugesetzt. Diese Hilfsstoffe sollen bei der Verarbeitung von Lebensmitteln dazu dienen, bestimmte technologische Verfahren zu ermöglichen oder zu erleichtern, um somit den Verarbeitungsprozess zu beschleunigen. Außerdem können Hilfsstoffe unerwünschte Stoffe entfernen und so dazu beitragen, die Qualität von Lebensmitteln zu erhalten und zu verbessern. Sie werden nach ihrer Anwendung wieder aus dem Produkt entfernt und müssen aus diesem Grund nicht deklariert werden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von sogenannten "Nichtzutaten". Allerdings können unbeabsichtigte oder technisch unvermeidbare Rückstände im Produkt vorhanden bleiben. Diese Rückstände müssen gesundheitlich unbedenklich sein und dürfen sich nicht weiter technologisch auf das Produkt auswirken. Generell sind technische Hilfsstoffe - abgesehen von den Extraktionslösungsmitteln (s.u.) - nicht zulassungspflichtig.
Häufig verwendet werden:
Katalysatoren, sie greifen in eine Reaktion ein, ohne in ihr aufzugehen. Dies macht man sich zum Beispiel beim Vorgang der Fetthärtung in Margarineherstellung zu Nutze. Die Katalysatoren sorgen dafür, dass sich der Härtungsprozess besser lenken lässt, man also steuern kann, welche Fettsäuren während der Härtung in ihrer Form erhalten bleiben. So kann man Einfluss darauf nehmen, dass der Gehalt an der essentiellen, also für den menschlichen Körper unentbehrlichen und wichtigen, Linolsäure während der Fetthärtung nahezu konstant bleibt und nicht absinkt.
Ionenaustauscher werden verwendet, um z.B. um Salze, Eiweiße und Farbstoffe aus Zuckerlösungen zu entfernen um die Reinheit der Endprodukte zu erhöhen.
Filterhilfsmittel helfen bei der Getränkeherstellung, aus Suspensionen, Mischungen aus Flüssigkeit und Feststoff, bestimmte Feststoffe heraus zu filtern. So setzt man beispielsweise Kieselgur, einen aus mineralisierten Algen hergestellten Stoff, bei der Bierherstellung ein, um ein besonders klares Bier zu erhalten.
Weiterhin bedient man sich Treibgasen, wie dem Kohlendioxid, mit dessen Hilfe flüssige Lebensmittel wie Sahneerzeugnisse oder Öle, gepumpt und somit abgefüllt werden können und Schutzgasen, die man bei Lebensmitteln, die "unter Schutzgasatmosphäre" verpackt werden, einsetzt, um Sauerstoff, der den Verderb fördern würde, aus der Verpackung zu verdrängen und somit die Haltbarkeit zu erhöhen.
Kristallationshilfsmittel, helfen bei der Herstellung von kristallinen Lebensmitteln. So setzt man z.B. Puderzucker ein, um aus einer (flüssigen) Zuckerlösung „normalen“, kristallinen Zucker herzustellen.
Entfärbungsmittel wie Aktivkohle, werden zum Entfärben von Kakaobutter in der Schokoladenherstellung eingesetzt. Aktivkohle verfügt über die Fähigkeit artfremde Substanzen, (z.B. unerwünschte Farbstoffe) an sich zu binden und somit die Reinheit des Fettes zu erhöhen.
Im Prinzip gibt es für jeden Zweck eine Kategorie von technischen Hilfsstoffen. Bis auf die Bleichmittel Kaliumpermanganat, Natriumhypochlorit und Wasserstoffperoxid, die alle drei u.a. zur Bleichung von Stärke eingesetzt werden, sind die Verwendungszwecke, Lebensmittel und Höchstmengen nicht gesetzlich geregelt. Bei den Bleichmitteln besagt das Gesetz, dass vom Kaliumpermanganat nur 50 mg pro 1 kg Stärke zurückbleiben darf, Natriumhypochlorit und Wasserstoffperoxid dürfen bei der Stärkeherstellung in der Menge eingesetzt werden, die für die „gute Herstellpraxis“ erforderlich ist.
Genau festgelegt sind die Anforderungen an Extraktionslösungsmittel, die auch zu den technischen Hilfsstoffen zählen. Diese Mittel dienen dazu, die eigentlichen Wirkkomponenten aus Ausgangssubstanzen zu extrahieren also "heraus zu ziehen". Ein Beispiel für eine Extraktion im Haushalt ist die Kaffeemaschine, man extrahiert mit ihrer Hilfe die Aromastoffe aus dem Kaffeepulver. Auch bei den Extraktionslösungsmitteln gilt, dass sie aus dem Enderzeugnis wieder entfernt werden müssen, allerdings noch unbeabsichtigte, technisch unvermeidbare Rückstände oder Umwandlungsprodukte, die keine technologische Wirkung mehr haben, zurück bleiben können.
Gesetzlich geregelt ist der Einsatz von Extraktionslösungsmitteln in der "Verordnung über die Verwendung von Extraktionslösungsmitteln und anderen technischen Hilfsstoffen von Lebensmitteln." Dort wird zwischen "Allgemein verwendbaren Extraktionslösungsmitteln", "Beschränkt verwendbaren Extraktionslösungsmitteln" und "Extraktionslösungsmittel für die Herstellung von Aromen aus natürlichen Aromaträgern" unterschieden. Häufig handelt es sich dabei um Alkohole. Wer sich für die einzelnen Extraktionslösungsmittel interessiert und ihre Höchstmengen nachlesen möchte, kann dies hier (PDF) tun.
Mittwoch, 20. August 2008
Food Synergy - Warum man ein Lebensmittel nicht auf die einzelnen Inhaltsstoffe beschränken sollte
Geschrieben von Korinna
um
16:38 Uhr
in Ernaehrung
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Einige der folgenden Empfehlungen werden Sie bestimmt schon gehört haben: Rotwein ist gesund wegen der Polyphenole. Eier enthalten viel vom guten Cholin, das das Brustkrebsrisiko senkt. Vollkorn ist gut wegen der Ballaststoffe, im Apfelextrakt steckt das Beste aus den Äpfeln. Man soll jeden Tag einen halben Liter Milch trinken, um den Kalziumbedarf zu decken. Lebensmittel mit niedrigem Glyx machen schlank. Beta Carotin und Vitamin E schützen als Antioxidantien vor Krebs. Functional Food ist Ernährung mit dem Zusatznutzen. Allen diesen Stoffen werden positive Wirkungen zugeschrieben. Die Werbung der Pharmaindustrie tut ihr Übriges, um uns Glauben zu machen, dass man "ohne" gar nicht mehr "gesund" bleiben kann.
Es gibt aber auch Wissenschaftler, die das komplett anders sehen. Einer von ihnen ist Epidemiologe David Jacobs von der University of Minnesota, dessen Ansätze in der ZEIT aufgegriffen wurden. Er nahm viele Studien unter die Lupe, bei denen die Wirkung eines einzelnen Nährstoffs auf den Menschen untersucht wurde und kam zu dem Ergebnis, dass die Verabreichung "bestensfalls wirkungslos" ist. (Studien, bei denen Raucher zur Krebsvorsorge isoliertes Beta-Carotin erhielten wurden abgebrochen, da die Probanden signifikant häufiger an Krebs erkrankten als die Kontrollgruppe.) Trotzdem gibt jeder dritte bis vierte Deutsche an, bewusst Vitamine zu supplementieren. Angereicherte Produkte, wie Frühstückscerealien oder Säfte, nicht mitgerechnet. Kein Wunder, schließlich gibt es auch Fachleute, die dazu raten.
Jacobs mahnt, die wichtigen "Matrix-Faktoren" nicht außer Acht zu lassen. Er ist überzeugt davon, dass man Lebensmittel als Ganzes betrachten muss und, dass die enthaltenen Substanzen nur in ihrem Zusammenspiel die erwünschte Wirkung entfalten, da sie sich gegenseitig beeinflussen. Diesen Effekt nennt er Food Synergy. Er rät dazu, möglichst unverarbeitete Nahrungsmittel zu bevorzugen. Seiner Theorie zu Folge hängt dies auch damit zusammen, dass die menschliche Verdauung sich in der Entwicklungsgeschichte an die verfügbaren Nahrungsmittel angepasst hat: An Obst, Gemüse, Getreide, Milch, Fleisch und Fisch. Ein Beispiel für diese Anpassungsfähigkeit ist die Tatsache, dass die meisten Europäer Milch heute auch noch im Erwachsenenalter vertragen. Vor 4000 Jahren war das noch nicht der Fall.
Die Matrix der Nährstoffe ändert sich mit dem Verarbeitungsgrad. Aber was sind unverarbeitete Nahrungsmittel? Wo zieht man die Grenze zwischen dem, was zur Zubereitung unvermeidbar ist und dem, was überflüssig ist? Marion Nestle von der Universität in New York rät in diesem Zusammenhang: "Vermeiden Sie alles, was mehr als fünf Inhaltsstoffe hat, es ist zu stark verarbeitet; alles, was Ihnen Gesundheit verspricht, denn das ist eine Täuschung; alles, was eine Zutat enthält, die Sie nicht aussprechen können - und alles, was eine Comicfigur auf der Packung hat, es wird an Ihre Kinder vermarktet." Es geht dabei nicht darum Chips, Schokoriegel oder Light-Getränke zu verbieten. Man möchte nur dazu auffordern neue "Lieblingsnahrungsmittel" zu entdecken. Man kann neben den aromatisierten Fruchtjoghurts ruhig mal einen Naturjoghurt kaufen, mit frischen Früchten verfeinern und vergleichen. Ein Nahrungsmittel ist mehr als die Summe seiner Inhaltsstoffe. Und der Genuss sollte - bei allem Gesundheitsbewusstsein - auf keinen Fall zu kurz kommen!
Freitag, 15. August 2008
Von Zutaten und Nichtzutaten.
Geschrieben von Melanie
um
09:58 Uhr
in das-ist-drin.de, Ernaehrung, Lebensmittel & Recht, Schon gewusst?
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Dass immer schwerer zu erkennen ist, was wir eigentlich essen, haben auch die Medien mittlerweile als Thema für sich entdeckt. Dass die Informationen, die wir durch eine "Ampel" oder Seehofers "4+1" Kennzeichnung bekommen würden, grade mal an der Spitze des Eisberges kratzen, sickert so langsam auch durch. Denn unabhängig von versteckten Fetten, Zuckerarten und kryptischen Nährwerten, sind vor allem die Zusatzstoffe mitunter Stoffe, die dem Konsumenten im wahrsten Sinne des Wortes Kopfschmerzen bereiten können - und nicht nur das.
"Hefeextrakt, Trockenmilcherzeugnis, Mononatriumglutamat, E 621 - hinter allem verbirgt sich im Prinzip das Gleiche: ein Geschmacksverstärker. Das Wundermittel moderner Food-Designer, das auch dünnen Brühen Würze verleiht, ist seit langem umstritten. Für eine Überdosis Glutamat gibt es sogar ein eigenes Wort: das China-Restaurant-Syndrom. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Übelkeit gehören zu den Symptomen. (...) Den meisten Menschen machen solche Substanzen im Essen nichts aus – dafür ist die Dosis viel zu gering. Doch diejenigen, die auf die kleinen Mengen in Supermarktprodukten empfindlich reagiert, haben kaum eine Chance, sie zu vermeiden."
Wie bereits von uns berichtet, ist für viele Verbraucher die Information über die Nährwertangaben, oder auch schon die Zutatenliste nur schwer verständlich, denn rund 51% der Deutschen Verbraucher sind nur teilweise in Lage zu erfassen, was die Aussagen auf den Verpackungen verarbeiteter Lebensmittel bedeuten. Zu recht...
"So müssen in einem Himbeer- oder Pfirsichjoghurt mit - laut Verpackung - "natürlichem Aroma" noch längst keine Himbeeren oder Pfirsiche stecken. Die wären für einen 39-Cent-Becher auch viel zu teuer. Die Industrie behilft sich deshalb mit Zedernholz und Pilzkulturen. Bäcker nehmen den Stoff E 262, um Brot haltbar zu machen. Dabei handelt es sich um Natriumdiacetat, ein Salz der Essigsäure. "Da der Deutsche aber ein Brot ohne Konservierungsmittel will, hat der Gesetzgeber gesagt: 'Kein Problem, wir ernennen das Natriumdiacetat zum Säuerungsmittel'", sagt der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, Mitbegründer des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften."
Auch der Umstand, dass der Gesetzgeber es den Herstellern von Lebensmitteln ermöglicht mit sogenannten Nichtzutaten zu arbeiten, macht es für den Verbraucher nicht einfacher, im Inhalts- und Zusatzstoffdschungel den Überblick zu bewahren.
"Per Gesetz gilt: Deklariert muss nur werden, was in der Nahrung eine Aufgabe erfüllt. So muss der Emulgator Carrageen, dank dem sich Fett und Wasser in einem Becher Sahne mischen lassen, auf der Verpackung angegeben werden. Wird die Sahne aber zu Rahmspinat verarbeitet, hat das Carrageen seine Funktion verloren und taucht auf keiner Zutatenliste mehr auf. (...) Ausgenommen sind 14 Allergene, die in jedem Fall gekennzeichnet werden müssen."
Problematisch ist auch, dass der Verbraucher die Schädlichkeit eines Zusatzstoffes nachweisen muss und nicht etwa der Hersteller seine Unschädlichkeit. Generell sind zwar die Grenzwerte sehr niedrig angesetzt, die Studien auf denen sie basieren, sind jedoch ausschließlich Tierversuchsreihen deren Ergebnisse nicht zwingend 1:1 auf den Menschen übertragbar sind. Übrigens stuft der Bundesverbrand der Verbraucherzentralen von den aktuell 316 eingesetzten Zusatzstoffen nur 151 als unbedenklich ein, die Restlichen sollten gar nicht oder nur sehr bedachtsam konsumiert werden.
"Um die langfristige Verträglichkeit umstrittener Stoffe zu belegen, bräuchte man zwei große Bevölkerungsgruppen, von denen eine über lange Zeit hinweg zum Beispiel einen bestimmten Joghurt mit Geschmacksverstärker verzehrt, die andere den gleichen Joghurt ohne. "Das ist nicht machbar", sagt Irene Lukassowitz vom Bundesinstitut für Risikobewertung."
Den ganzen Artikel zum Thema "Warum niemand weiß, was wir wirklich essen" gibt es bei Spiegel Online.
Montag, 14. Januar 2008
"Ohne Gentechnik!"... oder doch mit ein bisschen?
Geschrieben von Jakob
um
17:23 Uhr
in Lebensmittel & Recht
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Die große Koalition hat sich auf ein Gesetz zur Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln geeinigt, welches höchstwahrscheinlich Ende der nächsten Woche (KW 4) vom Bundesrat verabschiedet werden wird.
Künftig dürfen tierische Lebensmittel die Kennzeichnung "Ohne Gentechnik!" tragen, deren Inhaltsstoffe nicht im Labor manipuliert worden sind, doch jetzt kommt das große "Aber"; denn unter diese Regelung fallen die Inhaltsstoffe nicht, zu denen es keine, nicht gentechnisch veränderten Alternativen gibt, konkret: Vitamine, Enzyme oder Medikamente, welche den Tieren verabreicht werden.
Die Opposition hält das ganze für Augenwischerei, da dem Kunden hiermit falsche Transparenz vorgegaukelt würde, was Ihr davon haltet, dürft Ihr uns gerne in Form eines Kommentares sagen ![]()
Montag, 22. Oktober 2007
TV-Tipp: Der deutsche Lebensmittelmarkt bei Kerner
Geschrieben von Gerri
um
16:48 Uhr
in Ernaehrung
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Am morgigen Dienstag kommt um 22.45 Uhr bei Kerner (ausnahmsweise) ein interessantes Thema, und zwar geht es um den Lebensmittelmarkt in Deutschland. Die Gäste sind Foodwatch-Chef Thilo Bode, Köchin Sarah Wiener, Renate Künast und Matthias Horst. Letzterer ist Hauptgeschäftsführer des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde. Es soll diskutiert werden, ob und wie wir beim Essen betrogen werden, ich bin gespannt. Ach so: Eva Herman kommt nicht, auch wenn "das Essen früher ja vielleicht auch nicht schlecht war" (kleiner Scherz am Rande
).
Dienstag, 24. Juli 2007
M&M's - online essen macht dicker!
Geschrieben von Gerri
um
10:37 Uhr
in Lebensmittelgeschichten
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Dass M&M's Peanut als Inhalt Erdnüsse beinhalten, hat mich jetzt nicht wesentlich überrascht, anderes schon - aber der Reihe nach. Die Erdnuss-Knabberspaß gehört bei mir in die Rubrik "Sachen, die man eigentlich nicht wirklich essen sollte aber trotzdem gerne tut". Keiner braucht's, aber offensichtlich kauft das Produkt ja trotzdem irgendeiner, und ich gehöre dazu.
Als interessierter Verbraucher besuche ich natürlich hin und wieder die Produkt-Websites und bei M&M's findet sich auch wirklich Überraschendes. Zum einen weiss man dort offensichtlich nicht, ob man M&M's nun mit Apostroph oder ohne schreibt, das könnten man noch verzeihen, zum anderen, und das ist schon gravierender, unterscheiden sich die Inhaltsangaben im Vergleich zu denen auf der Produkt-Packungen doch um einige Prozente. So haben die M&M's online 2184kJ /520 kcal und offline auf der Packung 2160kJ /516 kcal. Bei den Angaben zu Eiweiss, Kohlenhydrate und Fett findet sich ähnliche Differenzen, was den Schluss nahelegt, dass online essen dicker macht! Ein in der Tat überraschendes Ergebnis.
Nebenbei erfährt man aber doch auch noch, dass die Farben braun, blau, rot und gelb mit jeweils 22,2% und grün mit 11,1% enthalten sind. Wirklich interessant, nur ergibt das bei mir 99,9%, also fehlen 0,1%, was auch immer die für eine Farbe haben. Rechnen scheint im Hause Mars nicht gerade die Stärke zu sein, ich hoffe, man nimmt es sonst bei den Zutaten etwas genauer.

M&M's Peanut:
Inhaltsstoffe:
Zucker, Erdnüsse, Kakaomasse, Magermilchpulver, Butterreinfett, Kakaobutter, Pflanzenfett, Milchzucker, Stärke, Glukosesirup, gehärtes Pflanzenfett, Emulgator (Sojalecithin), Geliermittel (Gummi arabicum), Dextrin, Farbstoffe (E104, E120, E133, E171), Überzugsmittel (Carnaubawachs), Aromen, Salz, Pflanzenöl, (Spuren: Haselnuss, Mandel)
Nährwertangaben/ 100g:
Brennwert: 2160 kJ/516 kcal
Eiweiss: 9,8 g
Kohlenhydrate: 59,0 g
davon Zucker: 52,4 g
Fett: 26,8 g
davon gesättigte Fettsäuren: 11,0 g
Ballaststoffe: 2,8 g
Natrium: 0,05 g
Mittwoch, 11. Juli 2007
Neue EU-Gesetze für Lebensmittelzusatzstoffe
Geschrieben von Gerri
um
17:19 Uhr
in Lebensmittel & Recht
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Gestern hat die EU, genau genommen das Europäische Parlament, neue Gesetze zur Regelung von Zusatzstoffen in Lebensmitteln beraten und verabschiedet. Dies betrifft insbesondere die Verwendung von Enzymen und künstlichen Aromastoffen. Auch den Geschmacksverstärkern soll es an den Kragen gehen. Gleiches gilt für chemische Süßmitteln und Aromen in Kindernahrung. Außerdem sollen die Zusatzstoffe auf den Lebensmitteln deutlicher gekennzeichnet werden. Das Ganze muss nun noch den (beschaulichen) Gang des EU-Gesetzgebungsverfahrens gehen und so wird es sicherlich noch etwas dauern, bis davon etwas bei den Herstellern und dann letztlich in den Supermärkten angekommen ist. Und die spannende Frage ist, was dann davon noch übrig bleiben wird. Manche Hersteller sind da aber schon einen Schritt weiter, nachzulesen hier.
Montag, 9. Juli 2007
Volle Kraft voraus - Nährwertangaben bei Coca-Cola
Geschrieben von Sven
um
09:50 Uhr
in Produkte
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Wie schwer große Ozeandampfer von einem einmal eingeschlagenen Kurs abzubringen sind ist bekannt. Das trifft ja des Öfteren auch auf riesige Wirtschaftsunternehmen zu. Die Fähigkeit sich flexibel auf Verbraucherwünsche einzustellen kann darunter schon mal leiden. In Sachen Verbraucherinformation die Branche anzuführen, hat sich nun die gute alte Coca-Cola Company auf die Fahnen geschrieben und investiert gar in eine Online-Kampagne zum Thema Nährwerte und Inhaltsstoffe sowie deren Kennzeichnung. Auf den dazugehörigen Webseiten erfährt man einiges über die neue Auszeichnung, die auch vor der Angabe der prozentualen Deckung der empfohlenen Tageszufuhr nicht halt macht. Das ist für uns Verbraucher positiv und - je nach Produkt - mitunter erschreckend zugleich. Also sind wir gespannt, ob die Konkurrenz einen ähnlichen Kurs einschlägt.
Copyright 2007 The Coca-Cola Company
Mittwoch, 4. Juli 2007
Neues von altem Gemüse - plus toller Linktipp!
Geschrieben von Gerri
um
22:21 Uhr
in Produkte
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Heute habe ich die Bekanntschaft mit einem wirklich uralten Gemüse gemacht und dies ohne es zu wissen. In einer Buttermilch von Weihenstephan der Geschmacksrichtung Himbeere habe ich nicht nur Himbeeren gefunden, was weder einen Blogeintrag noch eine Sensation gewesen wäre, sondern schwarze Karotten. Das war eine ziemliche Überraschung und meine geschätze Google-Blitzumfrage brachte nur 91 Ergebnisse, was mich zum dem Schluss verleitete, dass wir es auch hier mit einer wahrhaft seltenen Spezies zu tun haben.
An der Uni Hohenheim hat man sich der Erforschung der schwarzen Karotte verschrieben, dort findet man eine Publikation mit dem sinnigen Titel: "Die schwarze Karotte - im Lichte der neueren Forschung". Andere Sites verweisen auf die mehr als 3000jährige Geschichte der schwarzen Karotte, das ist ja schon eine stattliches Alter. Letztlich stellt sich heraus, dass die schwarze Karotte (Daucus carrota) ein durchaus geschätzes rein natürliches Färbemittel für Lebensmittel ist und von dem ein oder anderen Hersteller diesbezüglich angeboten wird.
Und jetzt kommt mein ultimativer Linktipp: Die Firma Sensient ("Food Colors Europe") bietet neben der schwarzen Karotte auch noch diverse andere natürliche und künstliche Farbstoffe für Lebensmittel an. Dort findet man auf der Website eine herrliche Flash-Anwendung, und zwar den interaktiven SoFi, mit dessen Hilfe man beliebige Lebensmittel in egal welcher Farbe einfärben kann. Schwarze Wurst kommt besonders gut, aber auch blaue Kekse. Und das beste kommt noch: Man kann seine Kreationen auch noch per E-Mail an Freunde und Verwandte schicken. Das ist doch mal eine tolle Idee, wenn man mal wieder den Muttertag vergessen hat, einfach mal 'ne blaue Wurst schicken. Oder rote Erdnuss-Flips, oder....



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