Mittwoch, 9. Juli 2008
Eiweißreiche Ernährung fördert die kognitive Entwicklung
Geschrieben von Desiree
um
14:43 Uhr
in Ernaehrung
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Bereits die Ernährung im Säuglingsalter kann unsere spätere schulische Entwicklung beeinflussen, zumindest zeigt dies eine Nachbeobachtung einer Ende der 60er in Guatemala durchgeführten Studie.
Damals führte das Instituto de Nutrición de Centro América y Panamá (INCAP) in vier Dörfern östlich von Guatemala City ein Experiment durch, bei welchem den Müttern aus zwei der vier Dörfer zur Ernährung ihrer 15 bis 36 Monate alten Kinder kostenlos das Getränk Atole zur Verfügung gestellt wurde. Ein traditionelles lateinamerikanisches Heißgetränk auf der Basis von Maismehl, Zuckerrohr und Wasser, das mit Zimt und Vanille gewürzt wird. Verwendet wurde hier das speziell für den dort herrschenden Proteinmangel entwickelte Incaparina. In den zwei Vergleichsdörfern erhielten die Kinder lediglich ein zuckerhaltiges und fettfreies Getränk ohne Proteine. Die Kinder sollten die Produkte zweimal täglich zu sich nehmen.
Zwischen 2002 und 2004 fand nun schließlich die Nachuntersuchung statt, an der 1.448 Personen, ca. zwei Drittel der ursprünglichen Gruppe, teilnahmen. Aus den Säuglingen sind mittlerweile Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren geworden. Doch noch immer scheint der Einfluss der damaligen Säuglingsnahrung nachweisbar zu sein. In Sachen Lesen und Intelligenz schnitten die Atole-Trinker mit rund 3,5 Punkten beim Lesetest und 1,74 Punkten beim Intelligenztest besser ab, als die Vergleichsgruppe. Auch zeigte sich, dass die Atole-Trinker länger zur Schule gegangen sind, als die Vergleichsgruppe – und das keinesfalls wegen schlechter Noten
Das Ergebnis belegt laut Ansicht der Forscher eindeutig, dass es sich auf jeden Fall lohnt, eine gesunde Säuglingsernährung für Entwicklungsländer wie Guatemala zu investieren.



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