Der große Eis-Vergleich: Das ist drin in deinem Eis!

Der Mythos Eis

Um die Erfindung der kalten Erfrischung ranken sich unzählige Mythen. Bereits im antiken China und der europäischen Antike soll es das erste Speiseeis gegeben haben. Zubereitet aus Fruchtsirup und Schnee, ganz ähnlich unserem heutigen Sorbet. Im Sommer soll es sogar in Stangenform von Straßenverkäufern angeboten worden sein. Doch wer kam auf die Idee, in die einstige Schnee-Fruchtmischung einen Stiel zu stecken?

Gerade die Erfindung von Eis am Stiel scheint ein regelrechtes Mysterium zu sein. War es nun Harry B. Burt senior, Harry Bust oder doch gar Frank Epperson? In der Eis-Bibel (Licks, Sticks & Bricks: A World History of Ice Cream ) steht geschrieben:

Es begab sich im Jahre 1905, dass der elfjährige Frank Epperson aus dem US-Bundesstaat Kalifornien eine süße Limonade aus Brausepulver und Wasser samt Rührstab beim Zubettgehen auf der Veranda vergessen hatte. Nach einer frostigen Nacht war die Limonade schließlich am Rührstab festgefroren. Jahre später, im Jahre 1923, erinnerte sich Frank Epperson an sein Missgeschick aus Kindheitstagen und ließ sich seine gefrorene Stiel-Brause patentieren. Das Eis am Stiel trat einen ungeheuren Siegeszug an und revolutionierte im Jahre 1935 endlich auch den deutschen Markt.

Letztes Jahr feierte Eis am Stiel also seinen 85. Geburtstag!

Ein Eis, viele Gesichter

Eis hat viele Gesichter, sogar neun verschiedene, wenn man es genau nimmt: vom leckeren Kremeis bin hin zum fruchtigen Wassereis. Doch wie unterscheiden sich die verschiedenen Eissorten?

Das deutsche Lebensmittelbuch für Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse definiert diese wir folgt:

Milcheis besteht zu mindestens 70 Prozent aus Milch. Dadurch ist es reich an Kalzium, Vitaminen und Eiweiß.

Kremeis nicht zu verwechseln mit Eiskrem. Kremeis besteht zu mindestens 50 Prozent aus Milch. Als weitere Zutaten müssen pro Liter Milch mindestens 270 Gramm Vollei oder 90 Gramm Eigelb hinzugefügt werden.

Rahmeis oder auch Sahneeis besteht zu mindestens 60 Prozent aus Schlagsahne. Mit einem Milchfettanteil von mindestens 18 Prozent zählt es zu den kalorienhaltigsten Eissorten.

Eiskrem hingegen muss lediglich mindestens 10 Prozent Milchfett enthalten. Es besteht aus Milch, Zucker und Sahne.

Fruchteis enthält Wasser, Früchte, Saft und Fruchtmark. Der Fruchtanteil muss bei mindestens 20 Prozent liegen, bzw. bei 10 Prozent bei Zitrusfrüchten oder anderen sauren Früchten. Dadurch ist es sehr kalorienarm.

Fruchteiskrem hat einen deutlich niedrigeren Fruchtanteil. Lediglich ein deutlich wahrnehmbarer Fruchtgeschmack muss vorhanden sein. Zudem enthält es mindestens 8 Prozent Milchfett.

(Frucht-) Sorbet besteht zu mindestens 25 Prozent aus Früchten. Sorbets aus Zitrusfrüchten und anderen sauren Früchten müssen lediglich einen Fruchtanteil von 15 Prozent vorweisen können.

Wassereis, der Vorreiter, wenn es ums Eis am Stiel geht, enthält einen Trockenmassegehalt an süßen und anderen geschmackgebenden Zutaten, der mindestens 12 Prozent betragen muss. Weitere Zutat ist natürlich Wasser. Mit einem Fettgehalt von weniger als 3 Prozent zählt es zu den fettärmsten Eissorten.

Eis: alle weiteren Speiseeisprodukte, die keiner dieser Sorten zuzuordnen sind, werden einfach nur als Eis bezeichnet.

Bio-Eis

Alles Bio oder was? Es gibt Bioobst und -gemüse, -brot, und und und. Da darf natürlich auch das Bio-Eis nicht fehlen. Auch bei der eisigen Erfrischung stammen natürlich alle Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau. In den meisten Bio-Supermärkten hat es bereits die Tiefkühltruhen eingenommen, da werden die konventionellen Supermärkte bestimmt bald nachziehen.

Allergiker-Eis

Menschen mit Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben es besonders schwer, das für Sie passende Eis zu finden. Welches Eis ist lactosefrei und enthält kein Gluten? Hier eine kleine Auswahl:

Frei von Lactose und Gluten:

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